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Prozess am Landgericht Essen

Serien-Einbrecher wieder vor Gericht

Dorsten/Essen Ein vorbestrafter Serien-Einbrecher steht seit Donnerstag wieder vor Gericht. Er soll in den vergangenen sieben Jahren reihenweise in Wohnungen eingestiegen sein – auch in Dorsten-Wulfen.

Serien-Einbrecher wieder vor Gericht

Der Angeklagte mit seiner Verteidigerin Silvia Oster Foto: Jörn Hartwich

Der Angeklagte wurde für den Prozess am Essener Landgericht aus dem Bochumer Gefängnis gebracht. Dort sitzt er gerade eine ältere Haftstrafe ab. Zuletzt war er zu drei Jahren Haft verurteilt worden, auch wegen Wohnungseinbruchs-Taten. Dass dem 49-Jährigen nun erneut der Prozess gemacht wird, liegt daran, dass weitere Taten bekannt geworden sind, bei denen die Spuren ebenfalls zu ihm geführt haben sollen.

Terrasse aufgebrochen

Einer dieser Fälle betrifft Dorsten-Wulfen. Dort soll der Angeklagte am 19. Januar 2016 gemeinsam mit einem Komplizen in eine Wohnung am „Kleiner Ring“ eingestiegen sein. Es war gegen 19 Uhr, als die Einbrecher dort eine Terrassentür aufhebelten und dann ausschwärmten. Einer ging ins Kinderzimmer, einer ins Schlafzimmer.

Glück im Unglück: Einer der Bewohner des Hauses war im Obergeschoss. Als der Bewohner Geräusche hörte und herunterkam, hatten die Täter sofort die Flucht ergriffen.

Insgesamt geht es vor Gericht um 15 Taten. An einigen Tatorten sollen DNA-Spuren gesichert worden sein. Bei anderen war der Angeklagte von seinem mutmaßlichen Komplizen belastet worden. Das Problem ist jedoch: Dieser Mann befindet sich auf der Flucht. Er soll während eines Hafturlaubs schon wieder Einbrüche begangen haben und danach untergetaucht sein.

Fünf Einbrüche gestanden

Fünf Einbrüche hat der 49-Jährige zum Prozessauftakt gestanden – auch die Tat in Wulfen. Im Gegenzug war ihm vor dem Geständnis zugesichert worden, dass maximal vier weitere Jahre Haft verhängt werden. Die andern zehn Taten sollen eingestellt werden, weil die Beweislage zu dünn sein soll.

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