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Alle Infos auf einem Blick

Schnee fegen und schippen - was Sie wissen müssen

Dorsten Der Dezember steht vor der Tür, der Winter nähert sich wieder mit großen Schritten. Straßen, Gehwege und Plätze müssen demnächst wieder von Schnee und Eis geräumt werden. Was es zu bedenken gibt, haben wir hier zusammengestellt.

Schnee fegen und schippen - was Sie wissen müssen

Der Winter steht vor der Tür – und das bedeutet für die Anlieger, dass sie wieder die Gehwege von Schnee und Eis freiräumen müssen. Foto: Bludau

Für welche Straßen ist die Stadt in Sachen Reinigung verantwortlich? In den Aufgabenbereich der Stadt fallen alle dem öffentlichen Verkehr gewidmeten Straßen, Wege und Plätze innerhalb der geschlossenen Ortschaft. Bei Bundesstraßen, Landesstraßen und Kreisstraßen jedoch nur die Ortsdurchfahrten, den Rest übernehmen hier der Kreis beziehungsweise die für Landes- und Bundesstraßen zuständige Behörde Straßen NRW.

Und was sind die Pflichten der Anwohner? Die Eigentümer der an die Straßen angrenzenden Grundstücke müssen die Geh- und Radwege reinigen. In Mietshäusern wird dies häufig als Gemeinschaftsarbeit an die Hausbewohner übertragen, dies ist dann jeweils über die Hausordnung oder den Mietvertrag geregelt. In einigen Fällen, insbesondere bei Spiel- und Stichstraßen, sind die Anwohner auch für die Hälfte der Fahrbahn verantwortlich, die andere Seite ist dann dem gegenüberliegenden Anlieger übertragen. Gibt es kein Gegenüber, muss der Anlieger die komplette Straßenbreite übernehmen. Übrigens: Auch Bushaltstellen gehören zum Gehweg und fallen unter die Reinigungspflicht der Anwohner.

Wo können die Bürger erfahren, welche Zuständigkeit für welche Straße gilt? In der Straßenreinigungssatzung, die auf der städtischen Homepage zu finden ist. Sie regelt alle Pflichten und Rechte und führt alle Dorstener Straßen alphabetisch auf, mit Hinweisen, wer dort jeweils für die Sommer- und Winterwartung zuständig ist

Wie oft müssen die Gehwege und Fahrbahnen gereinigt werden? Am besten ist es, wenn sich die Intervalle der städtischen Straßenreinigung mit denen der Anlieger ergänzen. In kalten Monaten allerdings gibt es feste Zeiten, zu denen die Anlieger verpflichtet sind, ihre Gehwege von Eis und Schnee zu befreien.

Was müssen die Anlieger reinigen? Die Pflicht erstreckt sich nicht nur auf das Fegen des Gehsteigs, sondern schließt auch das Aufsammeln und Entsorgen von Müll und Laub mit ein. Auch überwuchernde Pflanzen müssen die Anwohner selbst schneiden. Im Herbst müssen die Gehwege vom Laub befreit werden. Es darf nicht auf die Straße gefegt werden. Die Stadt stellt kostenlos Laubcontainer für das Laub öffentlicher Bäume auf, für das Laub privater Bäume stellt der Entsorgungsbetrieb (An der Wienbecke) gegen Gebühr Laubcontainer bereit. Ab Herbst 2018 können die Bürger außerdem erstmalig private Laubtonnen bestellen.

Wie sieht die Winterwartung von Straßen und Gehwegen seitens der Stadt aus? Bei Schnee und Eis sind die städtischen Mitarbeiter oft schon morgens um 5 Uhr unterwegs. Dabei streuen sie bei Glättegefahr abstumpfende Mittel (Split und Sand) auf die Straßen, die nach einer Prioritätenliste abgearbeitet werden. Die Schneeräumer des Entsorgungsbetriebes sind bei Schneefall den ganzen Tag unterwegs und räumen wichtige Straßen und Kreuzungsbereiche. Es werden von der Stadt also nicht alle Straßen von Eis und Schnee geräumt.

Wie müssen die Anlieger räumen? Als Regel gilt: Gehwege sind in einer Breite von 1,50 Meter von Schnee freizuhalten, nur bei Eis- und Schneeglätte müssen abstumpfende Mittel gestreut werden. Ist die Winterwartung der Fahrbahn im Ausnahmefall auf Anlieger übertragen, so müssen diese dann bei Eis- und Schneeglätte die gekennzeichneten Fußgängerüberwege auf den Fahrbahnbereichen freihalten bzw. streuen. Auf allen stärker befahrenen Straßen obliegt diese Räumung allerdings der Stadt.

Wann müssen die Anlieger räumen? Für Anlieger gilt, dass von 7 bis 20 Uhr gefallener Schnee und entstandene Glätte unverzüglich nach Beendigung des Schneefalls beziehungsweise nach dem Entstehen der Glätte beseitigt werden muss. Nach 20 Uhr gefallener Schnee und entstandene Glätte sind werktags bis 7 Uhr, sonn- und feiertags bis 9 Uhr des folgenden Tages zu beseitigen.

Wohin mit dem Schnee? Der Schnee soll auf dem an die Fahrbahn grenzenden Teil des Gehweges oder notfalls auf dem Fahrbahnrand gelagert werden, sodass der Fußgänger- und Fahrverkehr nicht mehr als unvermeidbar gefährdet oder behindert wird. Schnee und Eis von Grundstücken dürfen nicht auf die Straße geschafft werden. Begrünte Flächen dürfen nicht mit Salz oder auftauenden Materialien bestreut werden. Einläufe in Entwässerungsanlagen und Hydranten müssen von Eis und Schnee freigehalten werden.

Darf Salz verwendet werden? Grundsätzlich müssen abstumpfende Mittel (Split und Sand) gegen Glätte eingesetzt werden, nur in wenigen Ausnahmefällen ist der Einsatz von Salz erlaubt: etwa bei Eisregen oder, wenn trotz des Einsatzes von abstumpfenden Mitteln weiterhin Rutschgefahr besteht. Dies gilt etwa an Treppen, Rampen, Brückenauf- oder -abgängen, Bereichen mit starkem Gefälle- beziehungsweise Steigungsstrecken oder ähnlichen Gehwegabschnitten. An Haltestellen, die zum Zwecke der Verkehrsberuhigung in die Fahrbahn vorgezogen sind, wird die Winterwartung von der Stadt Dorsten vorgenommen.

Mehr Informationen gibt es unter Tel. (02362) 666503 und auf der Homepage der Stadt Dorsten.

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