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2. Dammer Umzug

Prinz Tim begrüßte sein Narrenvolk am Tulpensonntag

SCHERMBECK Nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr veranstaltete die Dammer Bevölkerung am Tulpen-Sonntag zum zweiten Male einen Karnevalszug.

Prinz Tim begrüßte sein Narrenvolk am Tulpensonntag

Die Dammer Ochsen feiern. Und wie.

  Als sich der Zug um 11.11 Uhr bei Ostermann-Schelleckes im Plattbruck in Bewegung setzte, waren auch die Karnevalszug-Gründer Anna Jaeger und Tim Althoff mit von der Partie.   Diesmal hatten die beiden mit ihren Freunden von der Heikant und vom Malberg einen originellen Wagen mit der Aufschrift „Dammer Ochsen feiern Karneval“ gestaltet. Nach dem Motto „Gott, der Herr, erschuf im Zorn, die Dammer Ochsen ohne Horn“ machten die Dammer Schützen vor langen Jahren den ungehörnten Ochsen zu ihrem Wappentier. Die Karnevalisten ließen ihm kurzerhand Hörner wachsen. Auf dem von Jörg Kleinoeder gesteuerten Wagen nahmen auch das Dammer Dreigestirn Platz: Prinz Tim Althoff, Jungfrau Daniel Clarendahl und Bauer Armin Schult. Der Turmverein Damm beteiligte sich erstmals am Karnevalszug.

Liebevoll nachgebautes Trafohäuschen

Auf dem in liebevoller Kleinarbeit nachgebauten ehemaligen Trafohaus vom Elsenberg fuhr auch Schützenkönigin Brigitte Görs mit. Dem von Herbert Reitbauer gelenkten Wagen folgten Andreas, Nancy und Max Steinkopf mit einem rollenden „Turm-Käse“. Schützenkönig Helmut Scholz folgte mit einem Traktor, um seine Königin Brigitte notfalls verteidigen zu können. Die jahrelange Fopperei der Schützen waren die Wachtenbrinker nun leid.   Wenn sie schon seit 15 Jahren nicht mehr in der Lage sind, einen treffsicheren Schützen antreten zu lassen, dann wollen sie wenigstens ausgelassen Karneval fahren. „Der Wachtenbrink macht blau“, verriet die in blauen Müllsäcken antretende illustre Gruppe mehrdeutig und führte Dietmar Sadlo und Silke Terhart (-Schulte), das Königspaar des Jahres 1996, als Erinnerung an einstmals bessere Schießergebnisse vor. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, flachste ein Wachtenbrinker.  

Weihnachtsbäume aus dem Dämmerwald

Dass man Weihnachtsbäume auch im Staatsforst Dämmerwald kaufen kann, dafür warben kurz vor Frühlingsbeginn gleich zwei Förster mit ihrem Wagen. Der Kegelclub „Unwuchtige Kugel“ bildete mit seinem Mottowagen „Dammer Geisterbahn“ das Schlusslicht des Zuges. Mit von der Partie waren auch vier Einrad-Fahrerinnen. Benninghoffs Karl führte als Frack- und Schärpen-Präsident auf dem weiteren Weg durchs Dammerfeld in Richtung ehemalige Dammer Molkerei den Zug an. Unterwegs gab es reichlich flüssige Kost von den Zaungästen, die das noch junge Stück Dammer Karnevals-Brauchtum sichtlich genossen. Dem einen oder anderen sah man an, dass er im nächsten Jahr selbst den dritten Zug mitgestalten möchte. Am „Bermuda-Dreieck“ vorbei fuhren die Jecken weiter zum „Fuchsbau“, wo das Dorffest in geselliger Runde ausklang.  

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