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Dorstener erfüllt sich einen Traum

Paar fährt mit Spezialrädern um die Welt

Dorsten Einmal um die Welt reisen, fremde Kulturen, Länder und Menschen kennenlernen, der Natur näher kommen. Den Alltagsstress einfach mal hinter sich lassen. Ein Traum, den der gebürtige Dorstener Oliver Smykacz (34) und seine Lebensgefährtin Alex Fechner (31) sich nun endlich erfüllen.

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Alex Fechner und Oliver Smykacz machen sich bald mit ihren Cargo Bikes auf Reisen.

Ludger Wedding überreichte Oliver Smykacz und Alex Fechner am Freitag in Dorsten die Cargo Bikes.

Mit einem sogenannten Cargo Bike soll es Mitte nächster Woche losgehen. "Wir möchten das Reisen einfach mal anders erleben. Wenn man mit dem Auto oder Flugzeug reist, fährt man an so vielen Orten, Landschaften und Menschen vorbei. Man verpasst so vieles", erzählt Alex Fechner. "Außerdem geht die Reise dann viel zu schnell vorbei. Man reist von Ort zu Ort. Wir wollen mehr erleben", erklärt Smykacz. "Endlich mal die Luft riechen, die man bei einer Reise mit dem Auto verpasst. Die Menschen kennenlernen, an denen man sonst vorbei fährt. Und es ist einfach nachhaltiger und ökologischer. Ein Ziel ist, durch die Reise mit den Fahrrädern viel mehr Veränderungen wahrnehmen zu können."

Leichte Lasträder sind ideal für die Tour

Das Cargo Bike soll für eine solche Reise perfekt geeignet sein. Im Fahrradgeschäft "Punta Velo", Lippestraße 13, holten die beiden am Freitag zwei solche Räder ab: eins gekauft, das andere von "Punta Velo" gesponsert. "Das sind die leichtesten Lasträder, die es weltweit gibt. Sie wiegen inklusive der Box 35 Kilo", erklärte Mitarbeiter Ludger Wedding. "In der Box dürfen zusätzlich 100 Kilo transportiert werden. Wichtig für eine Reise, bei der so viel Gepäck und Equipment untergebracht werden muss."

Die Reise soll zunächst Richtung Griechenland über die Balkanroute gehen, später Richtung Asien. "Ich kann gar nicht genau sagen, warum wir drei Jahre Zeit für die Reise einplanen", erklärt Smykacz. "Festlegen wollen wir uns da nicht. Je nachdem, wie es uns geht, bleiben wir vielleicht länger oder kommen eher zurück. Es wird auf jeden Fall eine aufregende Zeit."

"Wir wollen mehr vom Leben sehen"

"Am Anfang dachte ich, dass wir jetzt jeden Tag für die Reise trainieren müssen“, erzählt Alex Fechner. „Aber das war zum Glück nicht der Fall.“ „Unter Druck, ein bestimmtes Ziel in einer bestimmten Zeit zu erreichen, wollen wir nicht sein. Ziel ist es, die Reise einfach zu genießen und mehr vom Leben zu sehen.“

Aus diesem Grund wollen sich die Zwei besonders von den Menschen lenken lassen, denen sie auf ihrer Reise begegnen werden, so Fechner. Die 31-Jährige ist Grundschullehrerin und hat eine Klasse mit 17 Flüchtlingskindern unterrichtet. Somit hat sie schon erste Erfahrungen mit der Situation der Flüchtlinge sammeln können. Bei ihrer Reise mit den Fahrrädern wollen sie deswegen auch Richtung Balkanroute fahren und helfen.

Auf dem Balkan Flüchtlingskindern helfen

„Natürlich war es schon eine recht gute Vorbereitung, dass ich mit Flüchtlingskindern gearbeitet habe. Aber ich glaube, was uns dort erwartet, wird ein Härtetest“, erklärt sie. Um zu helfen, wollen sie und ihr Partner sich als Freiwillige engagieren, sodass sie an keine Hilfsorganisation gebunden sind.

Per Blog, über ihre Facebook-Seite und einen Youtube-Channel namens „Kettenfett und Aioli“ wollen Oliver Smykacz und Alex Fechner über ihre Weltreise mit dem Rad berichten. Andere Interessenten können die Erlebnisse der Reisenden somit verfolgen und werden Teil eines großen Abenteuers.

„Ein bisschen nervös sind wir ja schon“, erzählte Alex Fechner am Freitag lachend. „Aber ich glaube, das wird eine Reise, die wir nie vergessen und von der wir noch lange erzählen.“

 

 

 

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Alex Fechner und Oliver Smykacz machen sich bald mit ihren Cargo Bikes auf Reisen.

Ludger Wedding überreichte Oliver Smykacz und Alex Fechner am Freitag in Dorsten die Cargo Bikes.

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