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Turmverein plant ungewöhnliches Projekt

Hängebrücke soll Damm und Gartrop verbinden

Schermbeck Eine Brücke zwischen Schermbeck-Damm und Gartrop? Immer wieder waren in den letzten Jahren solche Ideen an Widersprüchen einzelner Behörden oder politischer Kontrahenten gescheitert. Diesmal ist alles ganz anders.

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Als Vorsitzender des Turmvereins Damm stellte Ernst-Hermann Göbel die geplante Hängebrücke zwischen Damm und Gartrop vor.

Die Karte zeigt den geplanten Standort der Lippe-Hängebrücke und ihre Anbindung an die Gemarkungen von Damm und Gartrop.

Ein Riesenapplaus löste Freitagabend die Spannung in den Gesichtern von 44 Besuchern der Jahreshauptversammlung des Turmvereins Damm, als Vorsitzender Ernst-Hermann Göbel das Projekt einer Hängebrücke zwischen Damm und Gahlen bekannt gab. Der Verein, der schon durch die Rettung eines ehemaligen Trafohauses am Dammer Elsenberg für eine enorme regionale Aufmerksamkeit sorgte, steuert nun ein Paradebeispiel für den Zusammenhalt des Heimatraumes bei.

Bäume statt Pfeiler

Mit dem Landschaftsarchitekten Klaus Knöss aus Bad Nauheim haben die Türmer bereits einen kompetenten Experten gewinnen können, der schon ähnliche Vorhaben realisiert hat. Das Brückenprojekt ist weder eine Fähre noch ein statisches Bauwerk, für das man in der sensiblen, unter Naturschutz stehenden Lippeaue Pfeiler in den Aueboden hätte rammen müssen. Die Hängebrücke nutzt die Baumbestände in der Aue, reduziert die Eingriffe in die Natur auf ein Minimum.

Wie Ernst-Hermann Göbel mitteilte, haben alle beteiligten Behörden und Verbände ihre Zustimmung signalisiert. Sie waren inzwischen alle in Damm, um vor Ort einen Eindruck von den Planungen zu gewinnen. So wurden alle politischen Parteien aus Hünxe und Schermbeck ebenso informiert wie der NABU und die Biologische Station des Kreises Wesel. „Auch der Kreis Wesel und der Lippeverband befürworten das Vorhaben“, freut sich Göbel über die Unterstützung aus der Kreisstadt und aus Essen.

In sechs Metern Höhe über die Lippe

Die Hängebrücke soll in etwa sechs bis acht Metern Höhe die Überquerung der Lippe ermöglichen. Mit den Grundstückseigentümern beiderseits der Lippe wurde besprochen. Weder vom Gartroper Baron von Nagell noch von den Grundstückseigentümern auf Dammer Seite habe es Einwände gegeben.

Die Brücke soll so gebaut werden, dass Radler ihre Räder über die schwankende Brücke schieben können. Rund um die Brücke soll ein „Turmerlebnispfad“ entstehen, der den Spaziergängern die Idylle der Lippeaue näher bringen soll. Ohne in die Natur einzugreifen und die empfindliche Fauna und Flora zu stören, werde es möglich sein, die Natur zu besichtigen und anhand anschaulicher Tafeln zu verstehen. „Bis Ende des nächsten Jahres soll die Brücke Wirklichkeit werden“, zeigte sich Göbel zuversichtlich.

Bis zu 250.000 Euro teuer

Aus der Versammlung nach den Kosten befragt, nannte Göbel einen Betrag inzwischen 150.000 und 250.000 Euro. Der Turmverein werde dadurch nicht belastet. Ein eigenes Konto wird eröffnet, auf das die Spenden fließen sollen. Wenn 2500 Bürger oder Firmen jeweils 100 Euro spenden, hat man den Höchstbetrag zusammen.

 

 

 

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Als Vorsitzender des Turmvereins Damm stellte Ernst-Hermann Göbel die geplante Hängebrücke zwischen Damm und Gartrop vor.

Die Karte zeigt den geplanten Standort der Lippe-Hängebrücke und ihre Anbindung an die Gemarkungen von Damm und Gartrop.

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