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Arbeit am Pastoralplan

Fusion in Hervest verschiebt sich

DORSTEN Eins ist klar: Die vom Bistum Münster gewünschte Fusion der drei katholischen Hervester Pfarrgemeinden St. Josef, St. Marien und St. Paulus kommt – aber nicht mehr in diesem Jahr, wie Pastoralreferent Kai Kaczikowski auf unsere Anfrage bestätigte.

Fusion in Hervest verschiebt sich

An den Leitsätzen für den Pastoralplan anlässlich der bevorstehenden Fusion arbeiteten die Vertreter aller drei Hervester Kirchenvorstände und Pfarreiräte beim Zukunftstag 2 am vergangenen Wochenende. Karsten Fromm, Jürgen Bernhardt, Pastoralreferent Kai Kaczikowski und Ursula Bensch (v.l.) berichteten über die Ergebnisse.

Erst der Pastoralplan, dann die Fusion. Und da der Pastoralplan als Fundament der Zusammenlegung voraussichtlich erst Ende 2017/Anfang 2018 steht, verschiebt sich damit auch die ursprünglich für dieses Jahr vorgesehene Fusion ins nächste Jahr.

„Auf gutem Weg“

„Wir sind aber auf einem guten Weg“, fassten Kai Kaczikowski und die Vorsitzenden der Pfarreiräte Ursula Bensch (St. Marien), Jürgen Bernhardt (St. Josef) und Karsten Fromm (Stellv., St. Paulus) in einem Pressegespräch die Ergebnisse des „2. Zukunftstages“ zusammen, der am vergangenen Wochenende im Jugendheim St. Josef stattfand. Bei diesem erneuten Treffen der Kirchenvorstände und Pfarreiräte aller drei Gemeinden – unterstützt von zwei externen Moderatoren – standen vor allem die pastoralen Leitsätze mit möglichen Zielen und angedachten Maßnahmen im Mittelpunkt.

Als biblisches Leitmotiv für den Pastoralplan gilt das Pfingstereignis: „Erfüllt vom Heiligen Geist wollen auch wir wie die Jünger nicht nur in fremden Sprachen reden, sondern auf die Menschen zugehen, ihnen die Frohe Botschaft verkünden und uns der Sorgen und Nöte der Menschen annehmen“, steht es in dem verabredeten Papier der Steuerungsgruppe. Man wolle aufbrechen und in allen Gemeindeteilen so viel ermöglichen wie möglich und so viel an einem Ort zusammenführen wie nötig.

Und was heißt das konkret? „Wir werden Ortsausschüsse mit Kompetenz bilden, die als Ansprechpartner in den einzelnen Gemeinden ein offenes Ohr für die Leute vor Ort haben und gleichzeitig das Bindeglied zu dem dann neu zu bildenden einzigen großen Pfarreirat sind“, erläutert Kai Kaczikowski.

In dem Bemühen, niemanden bei diesem langwierigen Fusionsprozess auf der Strecke zu lassen, wolle man mit den Verbänden, Vereinen und Gruppen in den Ortsteilen in Kontakt treten, sich vernetzen und um engagierte ehrenamtliche Mitstreiter werben, die mit Ideen und Tatkraft die gemeinsame Sache voranbringen. „Wir müssen die richtige Mischung zwischen dezentral und zentral ausloten“, verweist Kaczikowski auf eine Reihe gemeinsamer Unternehmungen, die jetzt schon den Dreier-Bund einten: Pfarrwallfahrt und Pfarrfest, Feldgottesdienst und Ferienlager gehören zum Beispiel dazu. Doch müssen sich die Gemeinden auch auf neue Formate, Formen und Wege einlassen und sich auch von mancher alten Gewohnheit trennen.

Informationsabende

Es gibt noch viel zu tun und zu diskutieren, vor allem, wenn es um die Festlegung konkreter Zuständigkeiten, wie zum Beispiel Pfarr- und Filialkirche geht. „Als nächsten Schritt werden wir unsere Gemeinden jetzt über die Ergebnisse des Treffens informieren, und dann sehen wir weiter“, puzzeln die Verantwortlichen Stück für Stück das Mosaik zusammen.

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