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Baugebiet Kreskenhof

Archäologen haben das Sagen in Holsterhausen

HOLSTERHAUSEN Bevor die Bauarbeiter mit großem Gerät anrücken und schmucke Wohnhäuser bauen, haben die Archäologen mit ihren feinen Spachteln am ehemaligen Kreskenhofgelände das Sagen.

Archäologen haben das Sagen in Holsterhausen

Die Fläche des Bauabschnittes 5 auf dem ehemaligen Kreskenhofgelände.

Im nächsten Jahr visiert Norbert Hürland, Geschäftsführer „Wohnen im Park“, den fünften und letzten Bauabschnitt auf dem Gelände des ehemaligen Landeserziehungsheimes „Kreskenhof“ an. Zwischen den Straßen „Zu kleinen Aap“ und „Am Anwer“ sollen 35 Wohneinheiten auf 20.000 Quadratmetern entstehen. Doch bevor auf dem Gelände, in Nähe der Lippe, Familien in ihre neuen Häuser einziehen, wird sich das Amt für archäologische Denkmalpflege unter Leitung von Dr. Christoph Grünewald die Grundstücke genau anschauen.

Das Gelände war schon vor 2000 Jahren ein begehrter Fleck zum Siedeln. Römische Truppen und germanische Stämme bevorzugten damals den Holsterhausener Raum. „Im April beginnen die Archäologen mit ihren Grabungen und brauchen sieben Monate für ihre Arbeiten“, so Norbert Hürland. Schon in den nächsten Wochen werden die ersten Container der Wissenschaftler am Rande des Bauabschnittes fünf aufgestellt. „Wir stellen den Archäologen Büroräume und Computertechnik zur Verfügung“, so Norbert Hürland. Auch auf den anderen Grundstücken wurden schon einige wichtige archäologische Funde gemacht.

Die ersten Grabungen finden im Bereich der Baustraßen statt. Wenn die Flächen von den Archäologen freigeben werden, beginnt die Erstellung der Infrastruktur. Von den Straßen aus arbeiten sich die Denkmalschützer durch die Fläche. Wenn die Wissenschaftler ihre Arbeiten abgeschlossen haben, wird Norbert Hürland die Grundstücke mit seiner Gesellschaft „Wohnen im Park“ vermarkten. Auf Parzellen von 250 bis 700 Quadratmetern sollen ab Oktober 2010 anderthalb geschossige Einfamilien- und Doppelhaushälften entstehen. Die ersten vier Bauabschnitte sind zu circa 85 % vermarktet. Auch für den fünften Abschnitt liegen schon die ersten Anfragen vor. Doppelhaushälften werden circa 280.000 Euro kosten.

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