Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Klare Ratsmehrheit

Agathaschule zieht 2019 an den Nonnenkamp

Dorsten Der Stadtrat sprach sich am Mittwochabend mit deutlicher Mehrheit gegen einen Neubau der Agathaschule am Voßkamp aus. Der Wechsel zum Nonnenkamp erfolgt 2019, die dortige Geschwister-Scholl-Schule weicht bereits nächstes Jahr zur Marler Straße aus.

Agathaschule zieht 2019 an den Nonnenkamp

Die Tage der Agathaschule am Voßkamp sind gezählt. Die Altstadt verliert in zwei Jahre ihre Grundschule.

Ja, Nein, Ja, Nein, Ja, Ja: Als alle Argumente ausgetauscht waren, wurde eine Strichliste geführt. Die SPD hatte die namentliche Abstimmung beantragt, jedes Ratsmitglied wurde einzeln aufgerufen. Doch klar war da längst, dass sich FDP und UBP dem CDU-Antrag anschließen würden.

Busverbindung von der Feldmark

Die Christdemokraten hatten zuvor einige Bedingungen an den Wechsel der einzigen Altstadt-Grundschule auf die Hardt geknüpft. Zum Beispiel: „Der Schulhof muss grundschulgerecht umgestaltet werden“, betonte Fraktionschef Bernd Schwane. Langfristig müsse ein Schulbus von der Feldmark I mit mindestens drei Haltestellen auch in der Innenstadt eingerichtet werden. Und: Die „neue“ Agathaschule müsse für Gottesdienste einen Andachtsraum bekommen, zehnmal pro Jahr müsse die gesamte Schulgemeinde per Bus zur Agathakirche am Marktplatz gebracht werden.

Die Atmosphäre im Festsaal von Schloss Lembeck war zuvor wenig feierlich gewesen. Für die SPD, aber auch für die Grünen und die Linken, die gemeinsam einen dreizügigen Neubau forderten, ist ein „so großer Stadtteil wie die Altstadt ohne Grundschule unvorstellbar“. Fraktionsvorsitzender Friedhelm Fragenmann wetterte mit Blick auf das bekannte Innenstadt-Förderprogramm: „Wir machen Mitte durch gesellschaftliche Entkernung.“

Finanzierung eines Neubaus blieb ungewiss

Susanne Fraund (Grüne) nannte den Neubau „keine sehr teure, aber sehr gute Variante“. Allerdings: Fast 10 Millionen Euro würde das Gesamtpaket nach Berechnungen der Stadtverwaltung kosten. Woher das Geld kommen würde? Niemand wusste darauf eine konkrete Antwort.

Die CDU hatte auf die deutlich steigenden Schülerzahlen verwiesen, die am Nonnenkamp besser unterzubringen seien. Auch der Bedarf am Offenen Ganztag wird in den nächsten Jahren weiter zunehmen, geht aus einer kurzfristigen Berechnung der Stadtverwaltung hervor. Schon jetzt gebe es an der Agathaschule eine Warteliste, ein weiter steigender Bedarf könne am Voßkamp durch einen Neubau langfristig nicht aufgefangen werden.

Da legte sich dann auch die FDP fest: „Aus pädagogischen und schulpolitischen Gründen scheidet für uns ein Neubau aus“, sagte Fraktionsvorsitzender Tristan Zielinski.

Dorsten Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Am Mittwoch (13.9.) wird der Dorstener Stadtrat auf Schloss Lembeck endgültig entscheiden, an welchem Standort es mit der Agatha-Grundschule weitergehen wird.mehr...

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Rundgang durchs Verwaltungsgebäude

Rathaus soll unter Denkmalschutz gestellt werden

Dorsten Dorstens Rathaus ist ein "Sahnestück". Das sagen Architekten und Denkmalschützer. Es soll unter Denkmalschutz gestellt werden. Ratsmitglieder konnten beim Rundgang am Dienstag nur staunen, als ihnen Besonderheiten der Baukunst der 1950er-Jahre präsentiert wurden.mehr...

Dorsten Eltern gehen auf die Barrikaden, weil im Gymnasium Petrinum vieles im Argen liegt. Jetzt kommt möglicherweise Bewegung in den Sanierungsstau. Aber Schüler und Lehrer sollen auch in die Pflicht genommen werden.mehr...

Dorsten Kurz nach Schuljahresbeginn hatte die Stadt eine „Blechlawine“ an der Bonifatiusschule sowie am Schulzentrum Pliesterbecker Straße festgestellt und Kontrollen gemacht. Jetzt liegen die Ergebnisse vor.mehr...