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Ärger rund um die Rote Erde

BVB II: Und täglich grüßt die Spielabsage

Dortmund Der erneute Ausfall des Spiels gegen den 1. FC Köln II am Dienstag war die fünfte Spielabsage des BVB II in dieser Saison. Einmal Wegberg-Beeck im Sommer, zweimal Verl und jetzt zum zweiten Mal Köln II: Der BVB II schleppt nun schon seit einigen Wochen zwei Nachholspiele mit sich herum. Ein Teil dieses Ärgers hängt auch mit der eigenen Heimspielstätte zusammen.

BVB II: Und täglich grüßt die Spielabsage

Rasenteppich mit vielen braunen Flecken: In der Roten Erde darf derzeit kein Fußball gespielt werden. Foto: Bielefeld

Zumindest einen Vorteil brachte die erneute Spielabsage mit sich. Trainer Jan Siewert konnte sich zu Hause die Bettdecke bis zum Kinn ziehen und ein wenig auskurieren. „Glück im Unglück, wenn man so will“, meinte der 35 Jahre alte Fußballlehrer per SMS. Denn Siewert hat es ziemlich erwischt. Die 90 Minuten an der Seitenlinie wären körperlich zu einer ziemlichen Qual geworden. Das war es dann allerdings auch schon mit den positiven Aspekten.

Sportlich eine Katastrophe

„Sportlich ist das eine Katastophe“, sagt Teammanager Ingo Preuß, „jetzt haben wir wieder mindestens zwei Wochen Pause zwischen unseren Spielen und bekommen überhaupt keinen Rhythmus rein.“ Die Mannschaft bereite sich jedes Mal konzentriert auf die Spiele vor, dann aber falle die Partie kurzfristig aus. „Da fehlt dann wieder das Highlight der Woche. Das macht es auch für den Trainer sehr schwierig.“

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Für die Partie in Verl vergangenen Samstag habe sich die Mannschaft genauso „für nix“ vorbereitet wie danach auf das Heimspiel gegen Köln, sagt Preuß. „Fakt ist: Am schönsten ist es, wenn man sich alle sieben Tage auf ein Spiel freuen und vorbereiten darf.“ Die Mannschaft habe nach den zwei Siegen in Bonn (4:0) und in Essen (1:0) in einem schönen Zwischenhoch gesteckt, „deswegen hätten wir natürlich sehr gerne gespielt und ärgern uns so über die Absagen“.

Schlechter Rasen

Ein Teil dieses Ärgers hängt auch mit der eigenen Heimspielstätte zusammen. So historisch aufgeladen, nostalgisch und schön die Rote Erde ist, so schlecht ist ihr Rasen. Die beiden Spiele gegen Köln fielen der Unbespielbarkeit des Platzes zum Opfer. Auch die für Samstag (14 Uhr) angesetzte Partie gegen Wegberg-Beeck steht bereits auf der Kippe.

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Eigentümer des altehrwürdigen Stadions neben dem Signal Iduna Park ist die Stadt Dortmund. Neben Borussias U23-Fußballern sind auch viele Dortmunder Leichtathleten in der Roten Erde zuhause. Die Platzpflege ist ebenfalls Aufgabe der Stadt, die BVB-Platzwarte um Willy Droste haben keine Handhabe. Der Plan des BVB, die Rote Erde von der Stadt zu erwerben, scheiterte Ende 2015, weil der Verein die Forderung der Stadt, den Leichtathletik-Betrieb aufrecht zu erhalten, nicht erfüllen wollte. Vor allem der Einbau einer Rasenheizung, die im Falle eines Aufstiegs in die 3. Liga Pflicht wäre, war mit den Sportgeräten von beispielsweise Speerwerfern oder Kugelstoßern nicht kombinierbar.

Amateur-Stadion kaufen oder bauen

„Mittelfristig kommen wir nicht drum herum, ein Amateur-Stadion zu kaufen oder zu bauen“, hat Hans-Joachim Watzke nun auf der Mitgliederversammlung des BVB am Sonntag gesagt, „wir müssen das lösen.“ Bei diesem Gedanken bekommt Ingo Preuß glänzende Augen. „Ein eigenes Stadion für uns und die Junioren wäre natürlich ein Traum.“ Und dann sagt er: „Im Moment allerdings würde mir eine vernünftige Rasenfläche schon reichen.“

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