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„Tor-Klau“ bei Valencia gegen Barça: Rufe nach Videobeweis

Valencia. In Spanien ist es der Aufreger des Tages: Ein klares Tor von Barcelonas Stürmerstar Messi wird vom Schiedsrichter nicht anerkannt. Torlinien-Technologie oder Videoassistenten gibt es in der Liga bisher nicht. Jetzt fordern immer mehr Stimmen deren Einführung.

„Tor-Klau“ bei Valencia gegen Barça: Rufe nach Videobeweis

Messis Tor in der 29. Minute wurde zu Unrecht nicht anerkannt. Foto: Alberto Saiz

Nach einem Schiedsrichter-Lapsus im Spitzenspiel zwischen dem FC Valencia und dem FC Barcelona (1:1) werden in Spanien Rufe nach der Einführung des Videobeweises in der Primera División immer lauter.

Grund ist ein von Barça-Superstar Lionel Messi erzielter Treffer, den der Unparteiische Ignacio Iglesias Villanueva zu Unrecht nicht anerkannt hatte. Die Aufregung in der spanischen Fußballwelt war am Montag groß: „Was für ein massiver Irrtum“, beklagte ein Kommentator im spanischen Fernsehen. Das Fachblatt „Sport“ sprach von einem „Diebstahl“ und meinte: „Das war ein ganz klares Tor, ohne jeden Zweifel.“

Der Chef des spanischen Schiedsrichterausschusses, Victoriano Sánchez Arminio, räumte ein, dass der Unparteiische mit seiner Entscheidung falsch gelegen habe. „Das war Pech“, sagte er dem TV-Sender Cuatro. Dies sei aber kein Grund, ihn zu bestrafen. „Ich glaube nicht, dass der Schiedsrichter deshalb auf Eis gelegt werden sollte. Den Spielern und Trainern unterlaufen ebenfalls Fehler“, betonte Sánchez Arminio. Videoassistenten könnten solche Patzer der Referees korrigieren.

Barças Mittelfeldstar Sergio Busquets meinte: „La Liga hat die besten Spieler der Welt, und die beste Liga der Welt verdient die beste Technologie.“ Das Sportblatt „Mundo Deportivo“ kommentierte: „Auch ohne die Hilfe des Videoassistenten, einfach mit der Hawk-Eye-Technologie - die ja bereits erfolgreich in der Premier League eingesetzt wird - hätte man gesehen, dass der Ball die Linie passiert hatte.“

Die Sportzeitung „Marca“ wies mit einem gewissen Zynismus darauf hin, dass der Schiedsrichter am Sonntag zwar das Tor übersehen habe, ihm ein Loch im Stutzen von Valencias Abwehrspieler Ezequiel Garay jedoch nicht entgangen sei. Dem Argentinier wurde daraufhin aufgetragen, die Socke zu wechseln.

Barcelona-Coach Ernesto Valverde wahrte Gelassenheit und lobte die Mannschaft vor allem dafür, dass sie sich nach dem Referee-Patzer und dem Führungstreffer für die Gastgeber durch Rodrigo in der 60. Minute nicht beirren ließ. „Trotz der Kontroverse haben wir unsere Konzentration nicht verloren und waren in der Lage, auf das 1:0 zu reagieren“, betonte der Trainer. Jordi Alba hatte nach einem genialen Pass von Lionel Messi in der 82. Minute den Ausgleich erzielt.

Die Katalanen bleiben durch das Unentschieden in dieser Saison ungeschlagen und haben weiter vier Punkte Vorsprung vor dem Verfolger Valencia. Jedoch verkürzte sich nach den Siegen von Real Madrid und Atlético Madrid der Vorsprung vor den Hauptstadtclubs, die nun mit je 27 Zählern folgen.

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