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Lucienne Renaudin Vary: Zwischen Klassik und Jazz

Berlin. Charmantes Debüt einer jungen Französin, die als neue Stimme mit ihrem Erstling „The Voice of The Trumpet“ frischen Wind in den Himmel der Trompeten bringt.

Lucienne Renaudin Vary: Zwischen Klassik und Jazz

Lucienne Renaudin Vary hat ein charmantes Debüt vorgelegt. Foto: Warner Classics

Eine junge Französin ist die neue Stimme am Himmel der Trompeten. Lucienne Renaudin Vary stellt sich auf „The Voice of The Trumpet“ mit einem erfrischenden Genre-Mix dem Publikum in Deutschland vor: Eine Art Easy-Listening mit großem Orchester.

In ihrem Heimatland ist die 18-Jährige bereits eine gefeierte Solistin, geehrt als Gewinnerin des Victoires de la Musique Classique 2016 und als Entdeckung des Jahres. 2014 wurde sie als erste und jüngste Studentin gleichzeitig in die Klassik- und Jazz-Klasse des renommierten Conservatoire National Supérieur de Paris aufgenommen.

Den Spagat zwischen Klassik und Jazz wagt Renaudin Vary auch auf ihrem Warner-Debüt und freute sich für die Aufnahmen „die Freiheit zu genießen, Musik vom Barock bis zum Jazz zu erkunden.“ Mühelos und frisch erklingen die Stücke, für deren wechselndes musikalisches Fundament das „Orchestre National de Lille“ unter Maestro Roberto Rizzi Brignoli sorgt.

Die stilistisch vielfältigen Arrangements zeigen die ganze Bandbreite ihres Könnens und reichen von Vivaldi über Tschaikowsky und Fauré bis hin zu Broadway-Klassikern. Sogar Variationen über „Casta Diva“ und Delibes „Les Filles de Cadix“, aber auch Richard Rodgers „My Funny Valentine“ sind darunter.

Es ist keine Koketterie wenn Lucienne Renaudin Vary sagt „Ich habe die Trompete immer als Stimme betrachtet.“ Die Idee ein Vokalrepertoire einzuspielen drängt sich da förmlich auf. So „singt“ sie bei Donizettis „Povero Ernesto“ mit Tenor Rolando Villazón mit geerdetem Ton, und wenn bei Händels festlicher „Ode for the Birthday of the Queen“ ihr virtuoses Spiel mit dem Gesang von Countertenor Christophe Dumaux verschmelzt, das ist schon ein echtes Highlight.

Wesentlich gefälliger agiert sie bei den Duetten mit Jazz-Trompeter Erik Truffaz: Heiter beschwingt die Barcerole aus Hoffmanns Erzählungen und matt entpannt „Summertime“. Wenn sie „Over the Rainbow“ anstimmt wird klar, dass auch Pathos und Hochgefühl immer gehen. Die Solistin kann sich aber auch zurücknehmen und begleitet das Orchester. „The Voice of The Trumpet“ gelingt es Bekanntes in neue und unterhaltsame Klänge zu kleiden.

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