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Kai Diekmanns Engagement für Yad Vashem

Jerusalem. Es geht darum, die Erinnerung an den Holocaust wachzuhalten. Die Gedenkstätte Yad Vashem dokumentiert den Völkermord.

Kai Diekmanns Engagement für Yad Vashem

Kai Diekmann wird neuer Vorsitzender des Freundeskreises Yad Vashem. Foto: Britta Pedersen

Ex-„Bild“-Chef Kai Diekmann ist vom Freundeskreis Yad Vashem in Deutschland zum neuen Vorsitzenden gewählt worden. Er folge auf Professor Jürgen Rüttgers, der den Vorsitz in den vergangenen zwei Jahren innehatte, teilte Yad Vashem am Dienstag mit.

Der Freundeskreis unterstützt die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem. Er beschafft unter anderem finanzielle Mittel für die Einrichtung und fördert Gedenkprojekte in Deutschland und Israel.

Diekmann sei seit Jahren ein „enger Freund und unerschütterlicher Unterstützer von Yad Vashem“, hieß es in der Mitteilung. Unter anderem habe er in der Gedenkstätte Medienseminare für deutsche Journalisten sowie im vergangenen Jahr die Ausstellung „Kunst aus dem Holocaust“ im Deutschen Historischen Museum organisiert.

Diekmann sagte nach seiner Wahl: „Die Erinnerung an den Holocaust und die Lehren, die wir daraus ziehen, sind für jeden Deutschen Verpflichtung.“ Der Holocaust stelle für die Menschheitsgeschichte einen „präzedenzlosen Zivilisationsbruch“ dar. „Wir dürfen nicht zulassen, dass dies - wie es zur Zeit von manchen getan wird - in Frage gestellt wird.“

Avner Shalev, Vorsitzender von Yad Vashem, sagte: „Ich kenne Kai Diekmann persönlich seit vielen Jahren, und ich weiß wie engagiert und ergeben er der Erinnerung an den Holocaust ist. Wir blicken mit Zuversicht auf die Zusammenarbeit mit ihm, um unseren Auftrag im Rahmen der Holocaust-Bildungs- und Erinnerungsarbeit sowohl in Deutschland als auch weltweit zu verfestigen.“

Die 1953 gegründete Einrichtung ist die größte Holocaust-Gedenkstätte der Welt. Die Namen von rund 4,3 Millionen der 6 Millionen ermordeten Juden sind dort dokumentiert. Als „Gerechte unter den Völkern“ werden von Yad Vashem Menschen gewürdigt, die Juden während des Holocausts gerettet haben - häufig unter Gefährdung ihres eigenen Lebens.

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