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Hausbau mit Hindernissen

Berlin. Ein Haus zu bewohnen, ist manchmal schon schwer. Aber eines zu bauen, noch viel mehr. Davon erzählt eine muntere TV-Komödie im Ersten.

Hausbau mit Hindernissen

Schlechte Nachricht für Karla (Katharina Schüttler), der Installateur (Olli Schulz) bekommt die Wasserleitung nicht hin. Foto: Boris Laewen/ARD Degeto

Eine bezahlbare Wohnung zu finden, ist heutzutage nicht leicht - vor allem in der Großstadt. Auf dem Lande mag es noch gehen, aber da wäre ja ein eigenes Häuschen gleich viel besser.

Das glaubt zumindest eine junge Familie in der Komödie „Hausbau mit Hindernissen“, die das Erste an diesem Freitag (20.15 Uhr) zeigt.

Ein idyllisches Häuschen im Grünen soll es sein - in der Nähe von Berlin. Aber mehr als 130 000 Euro sind nicht drin für Krankenschwester Karla (Katharina Schüttler) und ihren Mann, den Fliesenleger Martin (Hans Löw). Kurz vor der Versteigerung des begehrten Objektes murmeln sie vor den Mitbewerbern etwas von feuchten Wänden und verschwundenen Kindern im Wald und ergattern so das Haus.

Es ist idyllisch nahe an einem Waldsee gelegen, und die beiden Kinder des Ehepaares, Finja (Lilli Ray) und Mats (Arne Wichert), freuen sich über die Natur und die neugierigen Ziegen des Nachbarn. Der heißt Rufus (Peter Franke) und ist ein kauziger Typ, während Nachbarin Lisbeth (Angela Winkler) eine mit dem Wort „eigensinnig“ nur unzulänglich beschriebene Frau ist und gar nicht gerne vor die Tür geht. Sie birgt ein ziemlich skurriles Geheimnis.

Gemeinsam mit Autorin Sarah Esser schildert Regisseur Till Franzen (44, „Drei Väter sind besser als keiner“) in seiner ebenso altmodischen wie liebevollen Komödie den Hausumbau als reines Abenteuer. Nicht nur, weil es dabei immer wieder zu unvorhergesehenen Zwischenfällen kommt und auch die Jobs der beiden Hausbauer darunter leiden. Hans Löw spielt den Handwerker als einen Mann, der zwar so einiges gewohnt, für den aber ein ganzes Anwesen halt doch eine Nummer zu groß ist.

Katharina Schüttler (38, „Der 7. Tag“) versucht in ihrer optimistisch angelegten Rolle, ihre dreifache Belastung als Mutter, Hausfrau und Krankenschwester unter einen Hut zu bringen. „Immer mehr Familien ziehen aus der Stadt raus, weil sie sich die Mieten für eine adäquate Wohnung nicht mehr leisten können“, sagte sie im Interview mit der ARD. „Das Thema beschäftigt mich natürlich, weil es uns alle betrifft und Auswirkungen auf die Lebensqualität in den Städten hat. Wohnraum sollte immer bezahlbar sein. Es geht schlichtweg um ein menschliches Grundbedürfnis.“

Damit hat sie natürlich recht. Zumindest im Film haben dann ja alle ein Dach über dem Kopf, auch die lieben Nachbarn. So nach und nach tauen die beiden Eigenbrötler auf, was vor allem den Kindern zu verdanken ist, die von den jungen Darstellern sehr gut verkörpert werden. Aber auch alle anderen Schauspieler, insbesondere Angela Winkler und Peter Franke, spielen berührend.

Der leise Film ist nicht allein zum Wohlfühlen da. Vielmehr geht es auch um die Nöte der Kinder, verstorbene Familienangehörige, komische Handwerker - und um gute Nachbarschaft. Dabei tritt das Thema Hausbau - zumal das Haus ja bereits steht - eher in den Hintergrund. Egal, immerhin ist zu erfahren, dass Klempner auch keine Hellseher sind.

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