Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Garth Brooks triumphiert bei Country-Gala

Nashville. Garth Brooks gewinnt die wichtigste Trophäe der Country-Musik. Die Preisverleihung in Nashville wird auch zum Gedenken an die Toten von Las Vegas. Und es gibt Seitenhiebe auf Donald Trump.

Garth Brooks triumphiert bei Country-Gala

Garth Brooks konnte seinen Erfolg vom Vorjahr wiederholen. Foto: Chris Pizzello/Invision

Country-Megastar Garth Brooks ist bei der Verleihung der CMA-Country-Preise zum „Entertainer des Jahres“ gekürt worden. Bei der Gala der Country Music Association am Mittwochabend (Ortszeit) in Nashville setzte er sich gegen die Kollegen Luke Bryan, Eric Church, Chris Stapleton und Keith Urban durch.

Brooks hatte auch im Vorjahr die begehrte Trophäe gewonnen, es ist der sechste Sieg für den Mann aus Oklahoma in der Top-Sparte seit 1991.

Dem Preis-Höhepunkt am Ende der Country-Nacht war eine Show mit politischen und nachdenklichen Untertönen vorausgegangen. Brad Paisley und Carrie Underwood, die zum zehnten Mal in Folge als Gastgeber auf der Bühne standen, widmeten die Gala den Opfern der jüngsten Tragödien in den USA - von den Schusswaffenmassakern in Las Vegas und Texas zu den Hurrikan-Verwüstungen in Texas, Florida und Puerto Rico.

Underwood sprach von einem Jahr, in dem „unzählige Leben“, auch in der Country-Musik-Szene, von Tragödien betroffen waren. Sie rührte die Zuschauer zu Tränen, als bei ihrem Auftritt mit der Ballade „Softly and Tenderly“ die Fotos der 58 Opfer des Massakers im Oktober bei einem Country-Music-Festival in Las Vegas gezeigt wurden. Während eines Konzerts von Jason Aldean hatte der 64-jährige Stephen Paddock aus seinem Hotelzimmer das Feuer auf die Zuschauermenge eröffnete. 58 Menschen starben, mehr als 500 wurden verletzt.

Country-Stars hatten nach der Bluttat ihr Beileid ausgedrückt und zu Geldspenden für die Angehörigen aufgerufen. Die Preisverleihung am Mittwoch sollte sich nach den Wünschen der Veranstalter allerdings nicht um brisante Themen wie Waffen und politische Einstellungen der Musiker drehen. Im Vorfeld hatte der CMA Musik-Verband Journalisten angewiesen, keine derartigen Fragen zu stellen. Moderator und Country-Sänger Paisley legte schnell gegen diese „lächerlichen und unfairen“ Richtlinien Protest ein, am Ende nahm der Verband die Auflagen wieder zurück. 

Umso mehr nutzen Paisley und Underwood ihre Moderation für politische Seitenhiebe, auch gegen Donald Trump. Underwoods Hit-Song „Before He Cheats“ wurde umgedichtet zu „Before He Tweets“, in Anspielung auf die Twitter-Gewohnheiten des US-Präsidenten. „...vielleicht denkt er beim nächsten Mal erst nach, bevor er tweetet“, sang das Duo. Ein Jahr nach der Trump-Wahl werden auch in der traditionell konservativen Country-Szene mehr kritische Stimmen laut.

Der in Nashville lebende gebürtige Neuseeländer Keith Urban, Ehemann von Oscar-Preisträgerin Nicole Kidman, stellte seinen neuen Song „Female“ vor, inspiriert von den Vorwürfen vieler Frauen wegen sexueller Übergriffe gegen den Filmproduzenten Harvey Weinstein. Urban steckte auch eine Trophäe ein, für „Blue Ain’t Your Color“ in der Sparte „Single des Jahres“.

Miranda Lambert holte den Preis als beste Sängerin, Chris Stapleton gewann die Sänger-Trophäe und die Trophäe für das beste Album („From A Room: Volume 1“). Pop-Star Taylor Swift, die ihre Karriere einst als Country-Sängerin startete, gewann in der Sparte „Song des Jahres“ als Songschreiberin des Country-Hits „Better Man“ für die Band Little Big Town.

Swift war bei der Verleihung in Nashville nicht dabei, meldete sich aber via Twitter zu Wort. Sie sei in New York bei Proben für die Show „Saturday Night Live“. „I LOVE YOU“, schrieb sie in einem Tweet, der an Little Big Town und die CMA-Preise gerichtet war. Am Freitag bringt die 27-Jährige ihr neues Album „Reputation“ heraus.

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Berlin. Von früh gestorbenen Künstlern heißt es, da sei die Kerze von zwei Seiten abgebrannt - hell und schnell. Für Hendrix-Biograf Klaus Theweleit war das kurze Leben des Rockgitarristen noch extremer.mehr...