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Backe, backe Riesenstollen: Arbeit an tonnenschwerem Gebäck

Dresden. Das Gebäck in XXL-Ausführung hat in Dresden eine lange Tradition. Den ersten gab Sachsen-Herrscher August der Starke (1670-1733) 1730 in Auftrag.

Backe, backe Riesenstollen: Arbeit an tonnenschwerem Gebäck

Das 23. Dresdner Stollenmädchen Hanna Haubold und der Bäckermeister Andreas Wippler bei der Arbeit. Foto: Sebastian Kahnert

Bei Dresdens Bäckern laufen die Vorbereitungen für den Riesenstollen des Jahres 2017 auf Hochtouren. Das Stollenmädchen Hanna Haubold legte am Montag in der Bäckerei Wippler selbst Hand an, um Platten für das etwa drei Tonnen schwere Gebäck herzustellen.

Es soll am 3. Dezember aus 40 mal 60 Zentimeter großen Einzelteilen zusammengefügt und dann beim Stollenfest am 9. Dezember angeschnitten und verkauft werden.

Der Riesenstollen hat es gewöhnlich „in sich“: Im vergangenen Jahr verarbeiteten die Bäcker unter anderem mehr als eine Tonne Mehl, 675 Kilogramm Butter, 180 Kilogramm Zucker und 1,35 Millionen Sultaninen. Aufgrund der stark gestiegenen Butterpreise ist die Produktion des kalorienschweren Stollens in diesem Jahr teurer als sonst. Ein Großteil des Erlöses stiftet der Schutzverband Dresdner Stollen für einen guten Zweck und die Förderung des Bäckernachwuchses.

Riesenstollen haben in Dresden eine lange Tradition. Den ersten gab Sachsen-Herrscher August der Starke (1670-1733) 1730 in Auftrag. Aus Anlass des Zeithainer Lustlagers ließ sich der sinnenfreudige August einen rund 1,8 Tonnen schweren Stollen von seinem Hofbäckermeister Johann Andreas Zacharias und zahlreichen Knechten backen.

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