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Radsport

Serge Herz gewinnt die Nacht der Revanche

LEMBECK. Es war der Tag des Pizzabäckers. Zunächst gewann Bruno Scroccus Sohn Alessandro bei der 5. Nacht der Revanche in Lembeck das Kinderrennen, dann hängte Serge Herz bei den Elitefahrern im Trikot des Italieners die Favoriten ab und sorgte für die größte Überraschung des Tages.

Serge Herz gewinnt die Nacht der Revanche

Bruno Scroccu und Serge Herz.

Dabei war der Hamburger erst kurzfristig für den Vorjahres-Zweiten Guiseppe Atzeni eingesprungen. Ein echter Glücksgriff, denn mit dem Sieg des Fahrers aus dem Stevens Racing Team hatte wohl kaum jemand gerechnet. Herz ist eher auf den langen Klassikern zuhause, in Lembeck galten die Bahnfahr-Spezialisten um Vorjahres-Sieger Leif Lampeter, den Schweizer Alexander Aeschbach und das deutsche Talent Lucas Liß als Favoriten.

5. Nacht der Revanche

Alle drei gehörten auch zu den zwölf Fahrern, die das Feld überrundeten. Nach 60 von 70 Runden wurde deshalb "abgesprintet", ehe die Spitzengruppe auf den letzten 10 Runden alleine weiter fuhr. Hier setzte sich Aeschbach zunächst ab, wurde dann aber von Lampater gestellt. Bei der Führungsarbeit waren sich die beiden Favoriten jedoch nicht einig, so konnten neben Herz auch Liß und Kim Lachmann aufschließen. Im Schlusssprint dieser fünfköpfigen Spitzengruppe hatte Herz dann die größten Reserven und schob sich vor Liß und Lachmann über die Ziellinie. Der Lohn: Neben der Siegertrophäe darf er auch auf Lebenszeit bei Bruno kostenlos Pizza essen.Glück mit dem Wetter Das spannende Finish der Elitefahrer war der Schlusspunkt eines gelungenen Tages. Dabei hatten die Organisatoren erneut Glück mit dem Wetter. Nicht zum ersten Mal machten die Regenwolken einen Bogen um Lembeck. Einige Zuschauer wird das Wetter trotzdem gekostet haben. Für gute Laune entlang der Strecke war aber auch so gesorgt. Das lag vor allem an der gelungenen Mischung aus hochklassigem Radsport und viel Lokalkolorit. So lieferten sich die Hobbyfahrer ein spannendes Rennen, in dem Markus Quandt am Ende vor Tobias Müller und Klaus Elvermann gewann. Müller sollte dafür später im Paarzeitfahren an der Seite von Lucas Liß vor Quandt und Lachmann triumphieren. Beim Einzelzeitfahren der Profis musste sich Liß mit Rang zwei hinter dem Holländer Marco Wesseling begnügen. Das Ausscheidungsfahren der Prfois gewann Boris Fastring im Trikot der Freiwilligen Feuerwehr Lembeck. Stimmungsvolle Höhepunkte des Tages waren das Kinder- und das Gästerennen. Bei den Jüngsten siegte Alessandro Scroccu und sorgte zudem für einige Lacher, als er auf Zurhausens Frage, ob er denn noch in den Kindergarten ginge, ungläubig antwortete: "Nein, schon längst in die 2. Klasse!"Respekt vor dem König Im Gästerennen stand der Sieger schon vor dem Start fest. Denn niemand traute sich, den Lembecker Schützenkönig Klaus Sondermann zu überholen. So konnte die Throngemeinschaft es sich erlauben, die anderen Fahrer zu einer Bierpause einzuladen und die Fahrtrichtung kurzerhand zu ändern. Sondermann verwies aber auch  mit einem Augenzwinkern auf seine sportlich gute Leistung: "Ich habe mich zunächst im Windschatten rangesogen. Die letzte Kurve war schwer, aber dann habe ich meine Erfahrung ausgespielt." Sätze, die auch aus dem Mund von Serge Herz hätten kommen können. Doch der Überraschungssieger machte nicht viele Worte, sondern ließ sich zu später Stunde von den Fans feiern - natürlich Arm in Arm mit Bruno Scroccu.

 

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