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Sportschießen

Reitzender Gegner für Raesfeld

Raesfeld Die Sportschützen Raesfeld richten am Wochenende erstmals einen Wettkampf der 1. Bundesliga Luftpistole aus. Dabei zu Gast ist auch ein waschechter Olympiasieger.

Reitzender Gegner für Raesfeld

Freuen sich auf ihr Bundesliga-Heimspiel: die Raesfelder Luftpistolenschützen mit Betreuer Hartmut Halke, Teammanager Rolf Klinger, Matthias Halke, Jan Brink, Dennis Walendi, Oliver Zollitsch, Jan Brückner und Sebastian Vosskühler (v.l.).privat

Zehn Meter sind es bis zur Zielscheibe. Und die hat gerade mal zehn Zentimeter Durchmesser. Da braucht der Schütze volle Konzentration und absolute Ruhe. Absolute Ruhe? Pustekuchen!

Wenn die Sportschützen Raesfeld am kommenden Wochenende erstmals in ihrer Vereinsgeschichte einen Wettkampf der 1. Bundesliga Nord Luftpistole ausrichten, dann wird das Publikum Ramba-Zamba machen. Ratschen, Trommeln, Kuhglocken − alles wird von den Fans zur lautstarken Unterstützung ihrer Teams benutzt. So intensiv, dass der Deutsche Schützbund auf seiner Homepage schon darauf verweist, dass überdimensionale Ausgaben dieser „Instrumente“ verboten sind. Genau wie Druckluftsirenen. Irgendwo hat schließlich alles seine Grenze, auch wenn die Sportschützen beim Wettkampf − natürlich − Gehörschutz tragen.

Fürs Ausloten dieser Grenzen ist Moderator Axel Schell verantwortlich. Er soll am Samstag und Sonntag die Stimmung im Publikum anheizen. Basslastige Kirmeshits und flotte Sprüche sind Markenzeichen des Mannes aus Sandershausen, den die Raesfelder eigens für ihren Heimwettkampf engagiert haben. „Der versteht sein Handwerk“, sagt Rolf Klinger, Teammanager der Raesfelder Luftpistolen-Mannschaft. Bei den ersten vier Wettkampf-Wochenenden haben die Aufsteiger Schell schon mehrfach erlebt und sind froh, dass sie ihn gewinnen konnten.

Denn die Stimmung soll natürlich passen in der Sporthalle „Zum Michael“, in die die Sportschützen eigens von ihrem nahe gelegenen Schießstand umziehen. Doch daneben geht es natürlich auch um den sportlichen Erfolg und damit um den anvisierten Klassenerhalt. Im Fokus steht für die Raesfelder dabei vor allem das Duell gegen den SV Schirumer Legmoor. Gegen den Tabellenletzten ist für die Gastgeber ein Sieg Pflicht. Mit den zwei Punkten könnten sie ihr Polster auf die Abstiegsränge auf sechs Zähler ausbauen.

Am Sonntag stehen die Raesfelder Chancen dagegen deutlich schlechter. Gegner ist dann der Tabellenzweite SV Kriftel, zusammen mit der Braunschweiger SG einer der Favoriten auf den Deutschen meistertitel. Das liegt auch an Christian Reitz, 30 Jahre alt, mehrfacher Welt- und Europameister und 2016 in Rio Olympiasieger mit der Schnellfeuerpistole. Reitz ist einer der Topschützen der Liga und damit des Landes. Doch im Raesfelder Lager herrscht Vorfreude, nicht Ehrfurcht und einer freut sich ganz besonders: Raesfelds Nummer 1 Jan Brückner.

Denn er hat sich schon bei den Deutschen Meisterschaften im September ein spannendes Privatduell mit dem Olympiasieger geliefert. Mit der Luftpistole zog er seinerzeit in München gegen Reitz den Kürzeren, doch in der Disziplin Freie Pistole drehte er mit der Kleinkaliberwaffe den Spieß um. Auch wenn Raesfeld gegen Kriftel ein Kampf David gegen Goliath sein mag − für Überraschungen und dramatische Wendungen ist der Schießsport immer gut. Spannung ist garantiert. Stimmung sowieso.

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