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Fußball: Oberliga

Niemöller und Kopschina: In den Farben getrennt, beim TuS vereint

Haltern Sonntag für Sonntag stehen Sascha Kopschina (r.), der Sportliche Leiter des TuS Haltern, und Trainer Magnus Niemöller (l.) auf derselben Seite. Doch am Samstag ist es anders: Wenn um 15.30 Uhr der FC Schalke 04 bei Borussia Dortmund im Signal Iduna Park gastiert, stehen sich beide – zumindest gedanklich – gegenüber.

Niemöller und Kopschina: In den Farben getrennt, beim TuS vereint

Magnus Niemöller (l.), Trainer des TuS Haltern und BVB-Fan, verfolgt das Derby am Samstag im Stadion. Sascha Kopschina (r.), Sportlicher Leiter der Halterner, schaut zuhause. Er hat Niemöllers Einladung in den Signal Iduna Park ausgeschlagen Montage: Klose

1. Das Derby gewinnt heute …

Niemöller: ... keiner! Ich glaube, der Trend spricht zwar für Schalke, aber auf der anderen Seite glaube ich auch, dass Dortmund nicht noch einmal ein Heimspiel verliert. Gewinnen werden sie es aber auch nicht.

Kopschina: ... Schalke – einfach, weil der Verein mal wieder dran ist.

2. Die erste Nachricht nach Abpfiff …

Niemöller: ... geht an meinen Bruder, der auch Dortmund Fan ist und in Hamburg lebt. Er fiebert bei den BVB-Spieler immer mit. Da wird es sicherlich einen direkten Austausch geben, wahrscheinlich auch schon während des Spiels. Wir sind da in der gleichen Leidenssituation.

Kopschina: ... geht an Magnus Niemöller. Und da wird drin stehen: „Warum gratulierst du mir nicht?“

3. Bei einer Niederlage …

Niemöller: ... mache ich mir darüber Gedanken, wie der BVB die restlichen Spiele im Jahr 2017 tatsächlich noch erfolgreich bestreiten kann.

Kopschina: ... gratuliere ich Magnus. Natürlich verspätet, ich warte dann auf seine Aufforderung.

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4. Bei einem Sieg …

Niemöller: ... würde ich mir auch Gedanken machen, wie wir die restlichen Spiele erfolgreich bestreiten können. Dann hoffe ich, dass Dortmund in der Erfolgsspur bleiben kann. Die Schadenfreude überlasse ich den Schalkern, ich würde den Sieg still genießen.

Kopschina: ... werde ich erst die Leitung freihalten für den Anruf von Magnus. Es wird dann sicherlich kein exzessiver Abend, aber irgendeinen Luxus werde ich mir gönnen.

5. Im Vorfeld …

Niemöller: ... konnte sich Sascha nichts anhören. Ich bin nicht in der Position, Kampfansagen zu machen. Ich musste mir allerdings schon etwas anhören. Wie vor dem S04-Spiel in Hamburg – und auch nach dem Spiel in Hamburg.

Kopschina: ... konnte sich Magnus das Vereinslied von Schalke anhören. Da ist er mittlerweile schon textsicher. Nach der Niederlage am Sonntag (der TuS verlor mit 1:3 gegen Rheine, Anm. d. Red.) war ich sehr defensiv. Da wollte ich ihn nicht in tiefe Trauer stürzen.

6. Das Spiel gucke ich …

Niemöller: ... definitiv im Stadion.

Kopschina: ... definitiv nicht im Signal Iduna Park. Magnus wollte mich mitnehmen. Aber egal, wer mir eine Karte anbietet, da komme ich nicht mit.

7. Die Ausgangslage …

Niemöller: ... ist vielleicht sogar für den BVB von Vorteil – mit einem Sieg sind sie wieder vorbei, um die wahren Machtverhältnisse im Ruhrgebiet wiederherstellen zu können.

Kopschina: ... ist von Vorteil für Schalke. Dortmund hat letztendlich eine Konstellation, die gegensätzlich zu der von Schalke ist. Der S04 ist, warum auch immer, in der Erfolgsspur. Die Zahnräder greifen, bei Dortmund fehlen in den Zahnrädern die Schrauben.

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8. Bei Borussia Dortmund …

Niemöller: ... könnte ich glatt sagen, muss alles besser laufen. Das ist aktuell eine Situation, die keiner so richtig greifen kann. Weder Spieler noch Fans wissen, woran es liegt. Das ist für Außenstehende schwer zu beschreiben.

Kopschina: ... ist wichtig, dass Pierre-Emerick Aubameyang – trotz seines Tores in der Champions League – in der Bundesliga weiter seine Form sucht und auch Roman Bürki im Tor nicht seinen besten Tag hat.

9. Bei Schalke 04 …

Niemöller: ... wäre es schön, wenn sie die Kompaktheit am Samstag verlieren. Sie kassieren wenig Tore, das ist für sie ein Vorteil.

Kopschina: ... soll das Team weiter so ruhig spielen, wie bisher. Sie müssen weiter ihre Ordnung behalten, das haben sie in der Vergangenheit gut gemacht.

10. Am Ende der Saison …

Niemöller: ... steht der BVB trotzdem vor dem S04, das wissen auch alle Schalker. Wenn sie es nicht wissen, muss man es ihnen deutlich sagen. Dortmund ist einfach die bessere Mannschaft, hat die besseren Fans und ist viel erfahrener. Schalke kann das Niveau auf Dauer nicht halten.

Kopschina: ... steht Schalke dieses Jahr vor den Dortmundern. Der BVB wird letztendlich die Defensive nicht in den Griff bekommen und Schalke wird das ganze Jahr weiter so ruhig arbeiten.

11. Der Gegner landet …

Niemöller: ... gerade noch so auf einem einstelligen Tabellenplatz. Schalke wird nicht Deutscher Meister, vielleicht müssen sie es noch mal lesen. Sie sind kein Bayern-Jäger.

Kopschina: ... auf den Plätzen fünf oder sechs. Das liegt daran, dass die Dortmunder schon einige Punkte gemacht haben. Schalke steht am Ende auf Platz vier.

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