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Basketball

Münster ist für die BG Dorsten zu stark

In der 1. Regionalliga musste die BG Dorsten eine schmerzliche Niederlage bei Titelkandidat Münster hinnehmen. Der BSV Wulfen kam eine Liga tiefer gegen den TSV Hagen mit einem blauen Auge davon.

1. Regionalliga WWU Baskets Münster – BG 110:67 (60:32)

Wie erwartet spielten die Münsteraner einen sehr aggressiven Basketball. Der ging auch einige Male über das Erlaubte hinaus, was aber von den Schiedsrichtern kaum geahndet wurde. Die Dorstener hielten aber nicht dagegen, bemängelte Ivan Rosic: „Meine Spieler haben sich von Beginn an einschüchtern lassen.“ Der Trainer glaubt auch, dass einige seiner Akteure nach dem Sieg über Düsseldorf schon zu einem Höhenflug angesetzt hätten.

Die Landung in Münster war aber umso härter. Unter den frenetischen Anfeuerungen ihrer Fans spielten sich die Münsteraner in einen Rausch.

Schnell setzten sich die Gastgeber auf 13:4 (5.) und 27:17 (10.) ab. Da war Rosic schon klar, dass sein Team an diesem Abend nichts zustande bekam. Der Pausenstand von 32:60 war auch nicht gerade ermutigend. Auch zum Wiederbeginn änderte sich kaum etwas. Die BG Dorsten hat die Münsteraner nach Belieben schalten und walten lassen. Am Ende lag das Reboundverhältnis bei 16:38 und die BG hatte 15 Turnover auf dem Konto.

Experimentiert

So nutzte Rosic die Gelegenheit zum Experimentieren: „Das Ergebnis war dann egal, um im Prinzip haben wir nur ein Spiel verloren.“ Nutznießer der Experimente war der junge Felipe Galvez Braatz. Der Youngster stand zwölf Minuten auf dem Feld und war mit 12 Punkten sogar Dorstener Top-Scorer des Abends.

Beim nächsten Training wird es eine Video-Analyse des Spiels geben, doch danach muss es vergessen sein. Rosic blickt nach vorn: „Wir spielen am Freitag gegen Frintrop. Das Spiel müssen wir gewinnen.“

BG: Galvez Braatz (12/2), Paskov (11), Hürland (o.E.), Penders (3/1), Magusar (8/2), Golembiowski (11), Köhler (3), Fabek, Jetullahi (3/1), Pebole (8), Sinnathamby (o.E.), Janoschek (8).

2. Regionalliga 2 BSV Wulfen - TSV Hagen 81:79 (36:38)

Es gab eine Stelle, an der Connell Crossland in den letzten sieben Sekunden des Spiels zwischen dem BSV Wulfen und dem TSV Hagen nichts zu suchen hatte: jenseits der Drei-Punkte-Linie. Doch das war dem BSV-Amerikaner und allen anderen im Wulfener Lager herzlich egal, nachdem er mit der Schlusssirene per Dreier das 81:79 gesichert hatte.

Eigentlich − so hatte es Wulfens Trainerin Marsha Owusu-Gyamfi in ihrer Auszeit vor dem letzten Spielzug vorgegeben − sollte Crossland beim Stand von 78:79 zum Korb ziehen, um entweder erfolgreich abzuschließen oder zumindest gefoult zu werden und zwei Freiwürfe zu bekommen. Doch es kam anders, der Weg zum Korb war versperrt, Crossland blieb zum Erstaunen aller weit weg vom Korb, und als nichts anderes mehr ging, nahm er den Drei-Punkte-Wurf − und traf.

Schwache Quote

Dass der BSV ausgerechnet durch einen Dreier gewann, besaß ein gehöriges Maß an Ironie. Denn in den vorangegangenen 39 Minuten und 53 Sekunden hatten die Gastgeber es zwar immer und immer wieder von jenseits der 6,75-m-Linie versucht, dabei aber so gut wie nichts getroffen. Zwei von 15 Versuchen fanden vor der Halbzeitpause ihr Ziel, nach dem Seitenwechsel wurde es nicht wesentlich besser.

Allzu selten suchten die Gastgeber den alternativen Weg über ihre Großen. Dabei hatten die deutliche physische Vorteile. Hagen brachte mit Max Dittmann eigentlich nur einen Spieler aufs Feld, der größentechnisch mithalten konnte, einer der zumeist zwei Wulfener Langen hatte also immer einen deutlich kleineren Verteidiger gegen sich. Doch wenn die Wulfener daraus Kapital schlugen, dann sah es eher zufällig aus. Erste Option blieb oft der Pass nach außen, wo die Dreier-Schützen ihr Glück versuchten.

In der ersten Halbzeit kamen zur schwachen Trefferquote auch noch Probleme in der Defense. Hagen kam mit relativ simplen Mitteln zu Korberfolgen und führte schnell mit 21:12 (10.). Im zweiten Durchgang kämpften sich die Hausherren dann heran und es entwickelte sich ein Spiel, in dem sich keine Mannschaft absetzen konnte und die Entscheidung erst mit der allerletzten Aktion fallen musste.

Dass die Connell Crossland gehörte, war kein Zufall. Der Powerforward war am Samstag mit Abstand Wulfens Bester, überzeugte mit Rebounds und spektakulären Dunkings und war dabei doch stets mannschaftsdienlich.

Das Spiel seiner Kollegen bewertete Trainerin Marsha Owusu-Gyamfi als Schritt nach vorn: „Es war noch viel Stückwerk, aber es war viel besser als letzte Woche. Die Spieler entwickeln sich. Da bin ich ganz entspannt.“

BSV: Paschke (2), M. Gorontzi (14), Schrudde (3/1), Riedel (7), Gashi (3/1), T. Gorontzi (4), Mazur (7/1), Crossland (29/1), Vadder (4), David (4), Kleinert (4).

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