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Basketball

Fusion von BG und BSV rückt näher

DORSTEN/WULFEN Es war keine vereinsrechtlich bindende Entscheidung, aber das Votum der knapp 160 anwesenden Mitglieder der BG Dorsten und des BSV Wulfen war eindeutig: Beim Info-Abend zur geplanten Fusion beider Vereine signalisierte die überwiegende Mehrheit den Vorständen im Forum der VHS am Mittwochabend Zustimmung für deren Kurs.

Für Moderator Lambert Lütkenhorst ein unverhofftes Ergebnis und auch die beiden Vorsitzenden Bruno Kemper (BG) und Christoph Winck (BSV) dankten für den erneuten Auftrag, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen.

Kemper hatte im Vorfeld der Veranstaltung erwartet, es werde schwerer, die Mitglieder der beiden rivalisierenden Nachbarn auf dem Weg zur Fusion mitzunehmen als diese technisch umzusetzen. Während der knapp zweieinhalbstündigen Diskussion beschäftigten die Besucher aber eher die logistischen Details.

"Emotional besetzt"

Wo trainieren die Jugendteams und wie kommen die Spieler zum Training? Wie gehen die Auflösung der beiden Einzelvereine und die Gründung des Fusionsclubs vonstatten? Wohin soll der Weg der Herrenmannschaft führen? Aber auch: Wo liegen die Gründe für die Fusionspläne? Und: Wo wird die erste Herrenmannschaft spielen?

„Diese Frage“, das war Christoph Winck klar, „ist natürlich auch sehr emotional besetzt.“ Weil der Sponsorenvertrag der BG über die Benennung der Kia Baumann Arena über drei Jahre läuft, wäre diese auf jeden Fall bis 2018 Spielort des Herrenteams. „Das bedeutet also: für die erste Saison des neuen Vereins“, so Winck.

Denn als frühesten Termin für eine Fusion favorisieren beide Vereine den 1. Juli 2017. „Alles andere wäre übereilt und unseriös“, meinten die zwei Vorsitzenden unisono. Schließlich gebe es noch zu viele Fragen zu klären.

"Für die Jugend"

Keinen Zweifel ließen Kemper und Winck hingegen an ihrer Motivation. „Wir könnten beide so weiter machen wie jetzt. Aber dann machen wir in fünf bis zehn Jahren in Dorsten nur noch Hobbybasketball“, stellte der BG-Chef fest und Christoph Winck ergänzte: „Wir machen das heute aus einer Position der Stärke, aber wir haben heute schon Probleme, die Jugendmannschaften zu besetzen. In fünf Jahren wird das bei dem demografischen Wandel endgültig unmöglich sein.“

Ausgangspunkt für die gemeinsamen Gespräche sei auch die Förderung des Jugendbasketballs gewesen. „Der Leistungssport im Seniorenbereich ist dann erst später dazu gekommen“, versicherte Winck: „Wir machen das hier für den Basketball in Dorsten. Für die Jugend.“

Ein Problem sieht der BSV-Vorsitzende in der eventuellen Übergangs-Saison 2016/17: „Da muss man dann darüber nachdenken, ob Jugendspieler schon den Verein wechseln, um möglichst hohe Startplätze in den Ligen zu sichern.“ Nach Mittwoch erscheint das Szenario dieser Übergangs-Saison sehr wahrscheinlich. 

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