Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Das Sportporträt

Engagiertes Trio

HALTERN Sich nach der Schulzeit sozial engagieren und dabei den eigenen Horizont erweitern? Caroline Mordhorst, Simon Berg und Fabian Lindemann wollten diese Chance nutzen. Sie suchten Stellen für ein Freiwilliges Soziales Jahr und fanden sie − in Haltern. Lindemann und Mordhorst beim Kreissportbund, Berg beim HSC Haltern-Sythen. Über eine Kooperation der beiden Träger arbeiten aber alle drei zusammen.

Engagiertes Trio

Simon Berg, Caroline Mordhorst und Fabian Lindemann (v.l.) arbeiten beim Kreissportbund und beim HSC Haltern-Sythen als FSJler zusammen. lehr

Die 19-jährige Caroline lebt in Haltern und spielt in der ersten Damenmannschaft des HSC Handball. Sie engagiert sich neben ihren aktiven Einsätzen auch als Trainerin der weiblichen C-Jugend und startet jetzt den Jugendtrainerschein Übungsleiter Breitensport. Sie möchte gerne Erfahrungen mit selbstständiger Projektarbeit sammeln, fand das cool, merkte aber auch schnell: „Dieses Engagement ist richtige Arbeit.“

Felix Lindemann aus Recklinghausen ist ebenfalls 19. Er wollte nicht direkt von der einen in die nächste Schule wechseln und will durch das Freiwillige Soziale Jahr auch einen höheren Gesamtbildungsstand erreichen und sagt: „Ich habe einen Heidenrespekt vor dem Erfolg.“ Er begann als Fußballer in der Jugend bei der PSV Recklinghausen, spielt aktuell in der ersten Mannschaft der SG Hillen und beginnt jetzt ebenfalls die Ausbildung zum Übungsleiter Breitensport.

Der Marler Simon Berg ist mit 18 Jahren der Jüngste im Team. Er ist aktiver Handballer in der A-Jugend des HSC Haltern-Sythen und trainiert die C- und D-Jugend im Verein. Er bereitet sich intensiv auf die Trainingseinheiten vor, beginnt jetzt auch parallel die Ausbildung zum C-Lizenz-Trainer und will das Jahr als FSJler zur Vorbereitung auf sein Architekturstudium nutzen.

Erstes Projekt
Ihr erstes gemeinsames Projekt ist das Kinderbewegungsabzeichen, Kibaz. Das ist ein Bewegungsablauf für Kinder im Kindergartenalter, bei dem die Kleinen erste motorische Fähigkeiten zeigen sollen. Dazu gab es im Kindergarten Lippramsdorf 2014 schon ein Pilotprojekt, das jetzt mit frischem Wind und neuem Engagement vorangebracht werden soll. Bei den Kindern soll damit die Lust am Sport und der Bewegung geweckt werden und die Eltern können erkennen, wie wichtig sportliche Bewegung für die motorische Entwicklung ihrer Kinder ist.

Die drei FSJ-ler haben gemeinsam einen passenden Bewegungsparcours entworfen, der in Stationen die wichtigsten Bereiche wie das soziale Verhalten, den Wahrnehmungsbereich, die kindliche Initiative, die motorische Entwicklung und die Emotion der Kinder abdeckt. So wird zum Beispiel mit vielseitigem Hüpfen und dem Imitieren von Tierstimmen der Wahrnehmungsbereich angeregt. Beim Ballwurf in einen Schuhkarton wird die Motorik gefördert und im emotionalen Entwicklungsbereich zeigen die Kinder ihre Talente, indem sie vorführen, was sie ihrer Meinung nach am besten können. Soziale Bindungen entstehen in der Zusammenarbeit bei dem Spiel Kutscher und Pferd.

Die praktische Arbeit mit den Kindern kann sowohl in der Einrichtung als auch in der Sporthalle stattfinden, wird aber immer in enger Abstimmung und Begleitung mit der Kindergartenaufsicht und -leitung erfolgen. Die Idee wurde positiv aufgenommen und das FSJ-Team freut sich schon über die Zusagen von vier Einrichtungen.

Neben dem Kibaz bereiten die drei mit dem Sportabzeichen für Schulen schon ein weiteres Projekt für das kommende Jahr vor. Dafür soll eine komprimierte Form des Sportabzeichens entwickelt werden, die an allen Schulen gleich durchgeführt werden kann.

Darüber hinaus steht auch der „Bewegte Leseclub“, ein Projekt der Stiftung Lesen, und des KSB Recklinghausen auf der Agenda des Trios. Es will Kindern schon in der Grundschule mithilfe von Bewegung Freude am Lesen- und Sprachlernen vermitteln. Szenen aus Büchern werden dabei mithilfe von Bewegungsaufgaben in der Sporthalle nachgestellt.

Caroline Mordhorst und Simon Berg befassen sich darüber hinaus noch mit handball-spezifischen Entwicklungsaktivitäten für Kinder.

Die drei Jugendlichen haben sich als engagiertes Team zusammengefunden, freuen sich auf die bevorstehenden Aufgaben und Erfolge und wollen mit ihrer Arbeit vor allem mehr Kinder in Bewegung bringen.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Handball: Verbandsliga

Nur ein Punkt für den HSC

Haltern Der HSC Haltern-Sythen ist mit nur einem Punkt aus Hattingen zurückgekehrt. Und der war am Ende sogar glücklich.mehr...

Fußball: Oberliga

TuS mit dritter Niederlage

Haltern Der TuS Haltern hat am Sonntag in der Oberliga die dritte Saisonniederlage kassiert: Vor heimischen Publikum gewann der Gast aus Rheine verdient mit 3:1. Auf die Tabelle hatte die Niederlage aber keine Auswirkung.mehr...

Handball: Verbandsliga

HSC in Hattingen gefordert

Haltern Das Verbandsliga-Team des HSC Haltern-Sythen reist am Sonntag zum TuS Hattingen. Der Gastgeber sieht sich als klarer Außenseiter.mehr...