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Basketball

BSV Wulfen zieht die Schlinge nicht zu

WULFEN „Komm, hol das Lasso raus!“, sangen die Fans des BSV Wulfen am Samstag vor der Partie gegen die Westfalen Mustangs. Die Spieler von Trainerin Marsha Owusu Gyamfi hatten die Wildpferde aus Rheda-Wiedenbrück auch lange in der Schlinge, aber dann vergaßen sie, sie zuzuziehen.

BSV Wulfen zieht die Schlinge nicht zu

„Kult statt Kohle“ und „Mustangs-Zähmer“ hatte der BSV-Fanclub Wulfen Xtream auf seine Transparente geschrieben. Zu Olaf Hennings „Komm, hol das Lasso raus“ ließen sie vor dem Spiel die Fanschals kreisen und Luftballon-Pferde fliegen.

2. Regionalliga 2 BSV Wulfen

- Westfalen Mustangs 78:86 (48:47)

Mehr als eine Halbzeit lang spielten die Hausherren in der gut gefüllten Gesamtschulhalle am Limit. Der BSV traf hochprozentig und zeigte den sieggewohnten Gästen, dass sie diesmal nicht im Vorbeigehen gewinnen würden. Der starke Jonas Kleinert und Connell Crossland warfen eine schnelle 10:4-Führung heraus und zwangen Mustangs-Coach Iljas Masnic, ungewohnt früh eine Auszeit zu nehmen (4.). Doch die fruchtete nicht. Wulfen blieb am Drücker und ging mit einer 26:17-Führung in die erste Viertelpause.

Zweierlei Philosophie

Schon jetzt zeichneten sich die unterschiedlichen Philosophien der beiden Teams auch in den Einsatzzeiten der Spieler ab. Während Wulfens Trainerin Marsha Owusu Gyamfi den Favoriten mit Teambasketball knacken wollte, vertraute Iljas Masnic auf die individuelle Stärke seiner Stars. Und so setzte Owusu Gyamfi schon in der ersten Halbzeit alle ihre zehn Spieler ein, Masnic dagegen kam 40 Minuten lang mit sieben Akteuren aus.

BSV Wulfen - Westfalen Mustangs

Das war allerdings auch dem Umstand geschuldet, dass mit Robert Huelsewede und Temur Kiknadze zwei Leistungsträger fehlten. Trotzdem hatten die Mustangs aber noch reichlich Qualität mitgebracht. Center Sasha Cuic war am Korb kaum zu stoppen, Flügel Kris Douse sorgte mit seiner Schnelligkeit und Athletik für Gefahr und Distanzwerfer Albert Del Hoyo Perez setzte dem zwischenzeitlichen Wulfener Versuch einer Zonenverteidigung mit seinen Dreiern ein rasches Ende.

Drohende Wende

Del Hoyo Perez war es auch, der die erste Gästeführung des Spiels erzielte − das 48:49 nach immerhin 22 Minuten. Doch das befürchtete Kippen der Partie blieb zunächst noch aus. Der BSV stemmte sich mit Macht gegen die drohende Wende und blieb vor allem dank der Punkte von Connell Crossland im Rennen. Vor dem Schlussviertel schien die Sensation bei einer Wulfener 65:62-Führung noch immer möglich.

Doch in den letzten zehn Minuten mutierte die Partie dann doch noch zum Duell der Mustang-Schlange gegen das BSV-Kaninchen. Wulfen leistete sich in der Phase zwischen der 32. und 35. Minute die entscheidenden Fehler zuviel. Zwei vergebene Korbleger und Ballverluste im Spielaufbau bestraften die Gäste eiskalt. Vor allem Kris Douse bekam der BSV nicht in den Griff und geriet über 67:68 (32.) mit 69:78 (36.) vorentscheidend ins Hintertreffen. Zwei Dreier von Patrick Paschke ließen noch einmal hoffen, doch am Ende waren die Mustangs zu routiniert, um sich die Butter noch vom Brot nehmen zu lassen.

Marsha Owusu Gyamfi ärgerte sich nach Spielende ein wenig, „dass wir nach sehr guter erster Halbzeit in der zweiten vieles getan haben, um dieses Spiel zu verlieren. Die Chance zum Sieg war da, und das, obwohl nicht alle bei uns sehr gut gespielt haben. Deshalb sehe ich uns auch im Rückspiel nicht chancenlos“.

In der Tabelle bleibt der BSV Zweiter. Zum Aufstieg müsste aber nun neben einem Sieg im Rückspiel bei den Mustangs noch ein weiterer Patzer des Tabellenführers her.

BSV: Paschke (10/2), M. Gorontzi (2), Breu (4), Riedel (3/1), Gashi (6/1), T. Gorontzi (13/1), Crossland (24/3), Vadder (4), David (5), Kleinert (7/1).

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