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Basketball

BSV Wulfen ist noch auf Sendung

DORSTEN / WULFEN Totgesagte leben länger: In der 1. Basketball-Regionalliga haben die Herren des BSV Wulfen mit einem Sieg bei ART Düsseldorf aufhorchen lassen. Der BSV gab damit die Rote Laterne ab und kletterte auf Platz elf. Die BG Dorsten ließ unterdessen die Giants Düsseldorf ganz, ganz klein aussehen.

1. Regionalliga BG Dorsten - Giants Düsseldorf 90:57 (55:31)

Ein sichtlich zufriedener BG-Trainer Ivan Rosiv resümierte nach der tollen Partie: „Wir haben eine Demonstration mannschaftlicher Geschlossenheit gesehen.“ In der Tat. Denn bis auf ein paar kleinere Eigensinnigkeiten in der Offense lieferte die BG eine exzellente Teamleistung ab.

Bei der der US-Amerikaner David Golembiowski (33 Punkte/2 Dreier/16 Rebounds) und Willi Köhler (16/4 Rebounds) besonders herausragten. So fühlte man sich in Zeiten der Schalker Nordkurve versetzt, in denen ein langgezogenes „Yyyyyyves“ durch‘s Stadionrund schallte. In der Dorstener Kia Baumann Arena war es dann ein lautstarkes „Williiiii“, das Köhler mit seinen starken Aktionen unter den Körben den Kehlen der BG-Fans entlockte. In der Arena herrschte eine klasse Atmosphäre.

Wie die Einstellung der gesamten Dorstener Mannschaft, die den Gästen vom Start weg den Schneid abkauften. Auf 7:0 durch Golembiowski im Alleingang setzte sich die BG über eine hervorragende Defense ab – 46 Dorstener Rebounds gegen deren 23 der Gäste am Ende der Partie sprechen eine beredte Sprache.

Zwar verkürzten die personell aufgerüsteten Düsseldorfer noch einmal auf 15:18 (8.), über 25:15 am Ende des ersten Viertels hatte sich die BG mit einem 14:0-Lauf per Bonus-Freiwurf von Golembiowski dann mit 32:15 in Front gebracht (12.). Düsseldorf stellte auf eine Zonenverteidigung um. Kein Problem für Rene Penders, der seine „Dreier“ zum 42:21 und 49:24 versenkte, nachdem der gut aufgelegte Lyuben Paskov Dorsten kurz zuvor erstmals mit 25 Punkten per Tip-In in Führung gebracht hatte (15.). Zur Halbzeitpause lag die BG dann gegen alles andere als gefestigt wirkende Düsseldorfer mit 55:31 vorn.

Und Dorsten ließ nicht nach, hielt die Konzentration hoch. Youngster wie Felipe Galvez Braatz erhielten nun mit Blick auf den ausgedünnten BG-Kader längere Einsatzzeiten – und wussten sie zu nutzen. Mit einem 74:50-Vorsprung ging die BG ins Schlussviertel, die Partie war längst entschieden. Doch entschlossen machte Dorsten weiter, kämpfte um jeden Ball und traf sicher. Ein krachender Dunking von Golembiowski bedeutete mit 84:53 die bis dato höchste Dorstener Führung im Spiel (35.). Florian Heit kassierte noch sein fünftes Foul, was aber beim letztlich klaren BG-Sieg nur noch eine Randnotiz war.

BG: Galvez Braatz (2), Paskov (11/1 Dreier), Penders (8/2), Kleinert, Golembiowski (33/2/16 Rebounds), Köhler (16), Jetullahi (9/1), Kazlauskas (9), Heit (2).

ART Düsseldorf - BSV Wulfen 87:91 n.V. (40:40; 76:76)

Gewiss: Glück war am Samstag für den BSV auch im Spiel. Denn Düsseldorf musste auf den verletzten US-Center Kendall Chones verzichten. Wulfen, ansonsten nicht gerade für seine Rebound-Dominanz bekannt, bekam auf den Positionen am Brett unverhofft Oberwasser.

Doch das allein hätte wohl nicht zum Sieg gereicht, hätte die Mannschaft ähnlich lethargisch gespielt wie zuletzt gegen Ibbenbüren. Aber zwischen diesem Auftritt und dem am Samstag lagen Welten. Maik Berger hatte seinen Schützlingen ein klares Ziel mit auf den Weg gegeben: Sich wehren! Und das taten die Wulfener von Beginn an. In der umkämpften Partie wechselte die Führung stolze 13 Mal. Wulfen hatte nach dem ersten Viertel knapp mkit 24:23 die Nase vorn und setzte sich im zweiten Durchgang schon bis auf 36:30 ab. Als die Seiten gewechselt wurden, hieß es aber wieder 40:40 und das Rennen war noch völlig offen.

Weiter auf und ab

Das Spiel blieb wechselhaft. Mitte des letzten Viertels schien Düsseldorf bei einer 68:60-Führung schon auf der Siegerstraße, zweieinhalb Minuten vor dem Ende führte Wulfen 76:71, um dann doch noch in die Verlängerung zu müssen.

Dort erwischten die Gastgeber den besseren Start und zogen auf 81:76 davon, doch anders als gegen Ibbenbüren ließen die Wulfener diesmal die Köpfe nicht hängen und kämpften sich zurück ins Spiel. Freiwürfe, ein Dreier von Philipp Günther und Korberfolge der starken Simas Raupys und Chris Brown brachten die erneute und diesmal endgültige Wende.

Plötzlich Elfter

In der Tabelle schoben sich die Wulfener vom letzten auf den elften Platz vor. Die Giants Düsseldorf, die BBG Herford und die SG Sechtem liegen nun hinter dem punktgleichen BSV. Das Restprogramm hat es für die Wulfener weiter in sich. An den letzten drei Spieltagen warten der Tabellenerste, - zweite- und dritte. Umso wichtiger ist deshalb das nächste Heimspiel gegen den TV Salzkotten am kommenden Samstag (27.). Mit einem weiteren Sieg erhielten die Wulfener Hoffnungen weitere, kaum noch für möglich gehaltene Nahrung.

BSV:  Günther (8/1), Raupys (24/5), Marquardt (2), Nasarre (19), Gashi (5/1), Gorontzi (6/2), Brown (15/1; 18 Reb.), Nieswand, Letailleur (12/1), Vadder, David.

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