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Basketball

BSV Wulfen ist abgestiegen

Trotz eines 99:86-Sieges über die BG Hagen sind die Regionaliga-Herren des BSV Wulfen abgestiegen. Konkurrent SG Sechtem feierte bei ART Düsseldorf einen knappen 75:71-Sieg und sicherte sich so den zwölften Tabellenplatz. Wulfen steigt zusammen mit den Giants Düsseldorf ab.

BSV Wulfen ist abgestiegen

Die BSV-Fans wussten schon lange vor Spielende, dass der Sieg gegen Hagen wertlos sein würde. Doch sie feuerten ihr Team dennoch bis zum Schluss an.

1. Regionalliga BSV Wulfen - BG Hagen 98:86 (52:40)

Sie haben gekämpft. Sie wollten die letzte Chance nutzen. Doch die Regionalliga-Herren des BSV Wulfen hatten am Samstag schon kurz nach Beginn des Spiels gegen die BG Hagen verloren. In Düsseldorf hatte die SG Sechtem um kurz nach 20 Uhr ihr Spiel mit 75:71 gewonnen und die Partie des BSV damit bedeutungslos gemacht.

Viele in der Halle wussten schon Mitte des ersten Viertels Bescheid. BSV-Vorsitzender und Hallensprecher Christoph Winck, doch er peitschte Fans und Spieler trotzdem 40 Minuten lang an, als gelte es noch, den Abstieg zu verhindern. Auch den Fans auf den Rängen war die Sachlage spätestens zur Halbzeitpause bewusst, doch auch sie sangen und feuerten das Team von Trainer Maik Berger so enthusiastisch wie immer an. Vielleicht sogar noch eine Spur mehr als sonst. Und die Mannschaft dankte es ihnen.

BSV Wulfen - BG Hagen

Die BSV-Fans wussten schon lange vor Spielende, dass der Sieg gegen Hagen wertlos sein würde. Doch sie feuerten ihr Team dennoch bis zum Schluss an.

Gleich in der Anfangsphase zeigte sich, dass ein Wulfener einen ganz besonders guten Tag erwischt hatte: Tim Gorontzi versenkte einen Dreier nach dem anderen, brachte es am Ende auf 26 Punkte und sagenhafte 60 Prozent von der Dreierlinie.

Kaum nach standen ihm Simas Raupys, der ebenfalls aus der Distanz glänzte, und Javier Nasarre, der am Brett für Punkte sorgte. Trotz zuweilen eklatanter Probleme beim Rebound konnte sich der BSV so gegen Ende des ersten Viertels erstmals leicht absetzen und führte mit 27:21.

Mitte des zweiten Viertels wuchs dieser Vorsprung erstmals auf zehn Punkte an (42:32, 15. Minute), in die Halbzeitpause ging Wulfen mit einem 52:40 − die Spieler waren auf einem guten Weg, ihren Teil zum Klassenerhalt beizutragen.

Antreiber Ligons

Durchgang drei setzte diesen Eindruck fort. Bis auf 20 Punkte eilte Wulfen davon (66:46, 24.) und Hagen schien sich in dieser Phase schon etwas gehen zu lassen. Doch angetrieben vom Amerikaner Marcus Ligions arbeiteten sich die Gäste wieder heran. Zwischenzeitlich war die BG drauf und dran, den Rückstand unter die psychologisch wichtige Zehn-Punkte-Marke zu drücken. Erst Freiwürfe und ein Korb von Javier Nasarre brachten mit 78:65 wieder etwas Luft.

Auch im Schlussviertel blieb Hagen trotz komfortbaler Wulfener 90:72-Führung (34.) gefährlich. Zwei Minuten vor dem Ende hieß es plötzlich nur noch 93:86, doch in der Schlussphase sorgte Philip Günther im Familienduell mit Bruder Jasper mit fünf Punkten für die Entscheidung.

Kompliment von Filippou

Hagens Trainer Kosta Filippou sprach bei den anschließenden Interviews aus, was alle dachten: „Wenn Wulfen immer so gespielt hätte, wären sie nie und nimmer abgestiegen.“

Maik Berger, der den BSV nach vier Jahren verlassen wird, bedankte sich für die Unterstützung: „Das Team hat bis zum Ende voll mitgezogen. Die Fans standen hinter uns, der Vorstand hat manche Entscheidung getroffen, die eher aus menschlichen denn aus professionellen Gründen fiel. Es ist schade, aber es gibt hier heute nur Verlierer.“

Kritische Worte fand Berger für den Verband: „Wenn man sieht, dass ein Team wie die Giants aus Düsseldorf mit fünf Importspielern antritt und absteigt, dann hat die Regionalliga als Ausbildungsliga für Talente ausgedient. Da muss man auch mal über eine Quote für die Importspieler nachdenken.“

BSV:  Günther (11/2), Raupys (25/4), Marquardt (5/1), Nasarre (20, 9 Reb.), Gashi, Gorontzi (26/6), Brown (9/1, 12 Reb.), Nieswand, Vadder (2), David.

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