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Basketball

BSV Wulfen braucht ein Wunder

DORSTEN / WULFEN Die Regionalliga-Herren des BSV Wulfen brauchen nach ihrer Niederlage in Herford schon ein mittleres Basketball-Wunder für den Klassenerhalt. Halbwegs in diese Richtung ging der Sieg der BG Dorsten über Aufstiegskandidat Münster.

1. Regionalliga BBG Herford - BSV Wulfen 78:74 (39:35)

Wulfen verlor am Samstag nicht nur das Spiel, sondern auch noch den direkten Vergleich mit den Herfordern. Gegenüber den anderen Teams aus dem Tabellenkeller hätte der BSV damit nur gegen die SG Sechtem die Nase vorn, und das auch nur, wenn nicht noch mehr Teams punktgleich ins Ziel kommen. Wulfen muss also aus den verbleibenden sechs Partien jeweils zwei Spiele mehr gewinnen als seine unmittelbaren Konkurrenten. Da die zum Teil auch noch gegeneinander spielen und somit auf jden Fall punkten werden, ein kaum zu realisierendes Unterfangen.

Jones kontrolliert, aber ...

In Herford schaffte Wulfen es zwar, den BBG-Amerikaner Keisten Jones in seinem Aktionsradius zu beschneiden. Mit elf Punkten blieb er deutlich unter seinem üblichen Schnitt. Doch dafür hatte die BBG am Ende fünf Akteure in ihren Reihen, die zweistellig punkteten, zwei weitere kratzten mit acht Punkten an dieser Marke. Ausdruck des Herforder Kampfgeistes, der dem BSV auch in Form einer sehr harten Verteidigung zu schaffen machte.

So kamen bei Wulfen nur Chris Brown (28) und Javier Nasarre (11) in den zweistelligen Punktebereich. Christian Marquardt (9), Simas Raupys (7), Thorben Vadder (8) oder Philipp Günther (6) punkteten solide, aber eben auch nicht mehr.

Weitere Knackpunkte des Spiels waren die Rebounds und die Freiwürfe. Zwar zeigte der BSV an der Linie mit 88,9 Prozent eine hervorragende Quaote. Aber er bekam insgesamt nur 18 Freiwürfe zugesprochen, Herford dagegen 29 und von denen verwandelten die Gastgeber ebenfalls starke 25. Und mit diesen neun Punkten mehr von der Linie machte die BBG die fünf Punkte mehr wett, die Wulfen aus dem Spiel heraus erzielte.

Noch augenfälliger war aber das Reboundverhältnis. Mit 49 Abprallern sicherte sich Herford stolze 14 mehr als der BSV, was wohl auch als Ausdruck des größeren Kampfgeistes gewertet werden muss. Nach dem 35:39-Pausenrückstand geriet Wulfen so nach dem Seitenwechsel zunächst immer deutlicher in Rückstand. Nach dem 57:67 (34.) startete der BSV zur Aufholjagd und kam auch noch zum 71:71 (38.). Doch in der Schlussphase setzten sich die Gastgeber mit Glück und der größeren Physis durch.

BSV:  Günther (6), Raupys (7), Marquardt (9/1), Nasarre (11, 8 Reb.), Gashi (5/1), Gorontzi, Brown (28), Nieswand, Letailleur, Vadder (8).

BG Dorsten – WWU Baskets Münster 84:80 (38:47)

Es hat eine Weile gedauert, bis alle Beteiligten das Ergebnis verdaut hatten. Die Dorstener Seite konnte nicht glauben, was in den letzten zehn Minuten passiert war und freute sich über einen Kraftakt. Anders erging es den Münsteranern. Trainer Philipp Kappenstein fand im Anschluss keine Worte und brauchte ein ruhiges Fleckchen, um in sich zu gehen.

Es hatte nämlich bis weit in die Schlussphase nach einem sicheren Sieg der Gäste ausgesehen. Es war nicht so, dass die Dorstener bis dahin schlecht gespielt hatten, sie lagen sogar bis zur neunten Minuten immer knapp in Führung. Doch Münster war meist einen Schritt schneller und hatte eine beunruhigend gute Trefferquote.

Nach zehn Minuten hieß es 24:25, doch während nun die Treffsicherheit der BG nachließ, trafen die Münsteraner munter weiter. Vor allem die vielen Dreier sorgten dafür, dass der Vorsprung immer weiter wuchs. Hinzu kam eine sehr aggressive Abwehr, die der BG den Abschluss erschwerte. Als dann Marley Louis auch noch ein Buzzer-Beater von hinter der Mittellinie zum 38:47 gelang, war das schon ein Stimmungskiller für die BG-Fans.

Doch Dorsten gab sich nicht auf und hielt weiter mit. Münster wirkte aber immer noch frischer. Kein Wunder, denn Kappenstein konnte zwölf Spieler einsetzen, während Ivan Rosic nur acht aufs Feld schickte. Der Titelkandidat führte sogar schon mit 14 Punkten. Auch wenn die Dominanz nicht so groß war, schien ein Dorstener Erfolg in weiter Ferne. Immerhin gelang bis zum Ende des Dritten Viertels eine Ergebniskosmetik auf 65:73.

Schleichender Verfall

Mit dem Start des Schlussviertels begann der schleichende Leistungsverfall der Münsteraner. In dem Moment, als Rene Penders seinen Dreier zum 68:73 versenkte, begannen die Münsteraner Nerven zu flattern. Erst langsam, aber dann immer offensichtlicher. Die Treffsicherheit ließ nach, und die Dorstener eroberten die Lufthoheit unter den Körben. So schnappte sich die BG einen Rebound nach dem anderen. Der Rückstand schmolz und schmolz, da die BG nun auch endlich die Dreierversuche traf.

Der Ausgleich und die Führung resultierten aus einer spektakulären Aktion Faton Jetullahis 49 Sekunden vor dem Ende: Er wurde gefoult, brachte im Fallen den Ball noch in die Korb und versenkte den Freiwurf zum 81:80. Die Münsteraner waren nun völlig von der Rolle und Dorsten nutzte deren Fehler zur Entscheidung.

BG: Paskov (19/1), Piechotta (2), Penders (9/2), Kleinert (o.E.), Golembiowski (12/1), Köhler (6), Jetullahi (17/2), Kazlauskas (19/1), Heit.

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