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Deutsches Bergbau-Museum

Letzte Zeche schließt 2018: Doch Museen wollen Bergbau-Erbe bewahren

Bochum Mit der Schließung der letzten Zeche Prosper-Haniel in Bottrop endet 2018 die Geschichte des Steinkohle-Bergbaus im Ruhrgebiet. Die Vermittlung der Bergbau-Geschichte muss daher neu gedacht werden.

Letzte Zeche schließt 2018: Doch Museen wollen Bergbau-Erbe bewahren

Das Deutsche Bergbau-Museum in Bochum wird für 15 Millionen Euro saniert. Im November 2018 soll eine neue Dauerausstellung eröffnet werden. Geplant sind dann vier thematische gegliederte Rundgänge Foto Bergbau-Museum Bochum

Am Deutschen Bergbau-Museum Bochum machen sich daher Experten gerade Gedanken darüber, wie man sie für kommende Generationen noch spannender aufbereiten kann.

Leiter und Mitarbeiter aus Museen, Sammlungen und Archiven aus ganz Deutschland kommen in diesen Tagen zu einer Tagung in Bochum zusammen und sprechen über Perspektiven des Bergbauerbes  – nicht nur im Museum.

Anlass ist das Auslaufen des Projekts „Getrenntes Bewahren – Gemeinsame Verantwortung“ am Montanhistorischen Dokumentationszentrum des Deutschen Bergbau-Museums. Drei Jahre hat man dort das museal bewahrte Erbe des Steinkohlebergbaus in Deutschland erfasst.

Am Ende stand eine große Datenbank

„Am Ende stand eine große Datenbank, die zu einer neuen Internetseite ausuferte“, erklärt Wiebke Büsch, Sprecherin des Bergbau-Museums. Auf www.bergbau-sammlungen.de können Menschen, die zum Bergbau forschen oder Interesse am Thema haben, zum Beispiel gezielt nach Objekten oder Oberbegriffen wie „Geleucht“ suchen.

Sie bekommen dann einen umfassenden Überblick darüber, in welchen Sammlungen welche Geleuchte zu finden sind – und in anschaulichen Texten die Geschichte der Beleuchtung unter Tage gleich mitgeliefert.

15 Millionen Euro fließen in die Modernisierung

Eine große Rolle in der Bewahrung des Steinkohleerbes im Ruhrgebiet spielt die RAG-Stifung. Vorstandsmitglied Bärbel Bergerhoff-Wodopia sprach sich auf der Bochumer Tagung für neue, spannende Ausstellungsformate aus, die die Stiftung mit hohen Summen fördert. 15 Millionen Euro fließen gerade in die Modernisierung des Deutschen Bergbau-Museums: „Wir hoffen, dass im November 2018 die neue Dauerausstellung eröffnen kann.“

Die Sammlung des Bochumer Museums wird dann in vier thematischen Rundgängen ganz neu präsentiert. Dabei kommt es nicht mehr auf die reine Masse der Ausstellungsstücke an, sondern darauf, mit weniger Objekten gezielt und anschaulich Geschichte und Geschichten zu erzählen. „Bei uns arbeitet gerade eine Mitarbeiterin daran, den gesamten Verwaltungsschriftwechsel seit 1930 zu sichten“, verrät Wiebke Büsch, „damit wir wissen: Wie ist ein Objekt ins Haus gekommen? Warum hat der Förderturm eine Aussichtsplattform?“

Was bleibt, wenn die letzten Zechen schließen?

Im Rundgang zum Steinkohlebergbau im Ruhrgebiet werden sicher auch Objekte zu finden sein, die mit der Schließung der letzten Zeche zu tun haben – spruchreif ist allerdings noch nichts. Noch bevor die Zeche Prosper Haniel Ende 2018 in Bottrop schließt, eröffnet am 27. April die Ausstellung „Das Zeitalter der Kohle“ im Ruhrmuseum. Auch hier ist das Bochumer Haus beteiligt, um zu fragen: Was bleibt, wenn die letzten Zechen schließen?

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