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„Essenz des Machens“

Dörken-Galerie zeigt Arbeiten von Antje Hassinger und Jörg Bürkle

HERDECKE. Dass schwarz-weiße Kunst in Schlagdistanz zu einem Farbenwerk kein Widerspruch sein muss, sondern sehr spannend sein kann, erlebt man zurzeit in der Herdecker Carl-Dörken-Galerie.

Dörken-Galerie zeigt Arbeiten von Antje Hassinger und Jörg Bürkle

Die Dortmunder Künstlerin Antje Hassinger stellt derzeit gemeinsam mit dem Berliner Jörg Bürkle in der Dörken-Galerie in Herdecke aus. Foto Heimann Foto: Foto: Nils Heimann

Denn dort ist die Ausstellung „Essenz des Machens“ der beiden Künstler Antje Hassinger und Jörg Bürkle zu sehen –und sämtliche Werke kommen ohne Farbe aus. Für den Kurator der Ausstellung, Reinhold Happel, ein geglücktes Experiment. „Das ist das erste Mal, dass wir das so machen, aber interessant zu sehen, wie und dass es wirkt.“

Die Werke entstehen im Malprozess

Das liegt an den Arbeiten der Künstler. Die beiden arbeiten nämlich –obwohl sie unterschiedliche Techniken nutzen– auf ganz ähnliche Weise. Weder Bürkle noch Hassinger verwenden viel Zeit auf die Kompositionen ihrer Bilder, sondern das eigentliche Werk entsteht im Malprozess.

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So bringt Jörg Bürkle in seiner Serie „Wir waren glücklich“ japanische Tusche auf ein Kunststoffpapier auf, das keine Feuchtigkeit aufnimmt. „So bestimmt der Trocknungsprozess im Wesentlichen das Endergebnis“, erklärt Reinhold Happel.

Antje Hassinger möchte Bewegung festhalten

Die in der Tradition der abstrakten Expressionisten stehenden und in Öl gefertigten Arbeiten von Antje Hassinger sind inspiriert von technischen oder natürlichen Prozessen. „Ich möchte Bewegung festhalten“, erklärt die Dortmunderin.

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Was ihr auf spannende Art gelingt. So entsteht etwa bei ihrer Arbeit „Interferenzen II“ durch die heftige Bearbeitung des in zahlreichen Schichten aufgetragenen Materials eine enorme Lebendigkeit, die an Bildstörungen auf einem Monitor erinnert. Allerdings ohne dabei chaotisch daher zukommen.

Bilder haben vertikale oder horizontale Grundanlage

Diesen durchaus möglichen Effekt verhindert die Künstlerin durch eine vertikale oder horizontale Grundanlage des Bildes im gesamten Entstehungsprozess. So werden Chaos und Ordnung in ein ausgewogenes Spannungsverhältnis gesetzt. „Ich setze darauf, dass durch dieses prozesshafte Arbeiten am Ende ein Bild entsteht, das Kraft hat“, schließt Antje Hassinger.

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